EU-Scores

Quelle: EU-Scores

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EU-Scores: Testlauf für hybride Offshore-Energieparks

Der weltweite Stromverbrauch liegt zurzeit bei rund 21.000 Terawattstunden pro Jahr – und wird sich aufgrund der wachsenden Bevölkerung und zunehmender Wirtschaftsleistung bis 2050 wahrscheinlich verdoppeln. Eine effiziente und effektive Nutzung von Offshore-Energie soll bei der Energiewende in Europa und dem Erreichen der Klimaneutralität bis 2050 eine Schlüsselrolle spielen. Das Meeresenergieprojekt European Scalable Offshore Renewable Energy Sources (EU-Scores) soll Wegbereiter für hybride Offshore-Parks in ganz Europa sein und das enorme Offshore-Potenzial von Wind-, Wellen- und Solarsystemen im Großformat erschließen.

Zu den ersten Projekten, welche die Projektpartner gemeinsam realisieren, gehört eine Offshore-Photovoltaikanlage mit drei Megawatt Leistung von Oceans of Energy, die vor der Küste Belgiens mit einem bodenverankerten Windpark kombiniert wird, sowie ein 1,2-Megawatt-Wellenkraftwerk von Corpower Ocean in Verbindung mit einem schwimmenden Windpark vor der Küste Portugals. Mit den beiden Pilotprojekten will EU-Scores zeigen, welche Vorteile die Nutzung unterschiedlicher Energiequellen für eine Verstetigung der Stromerzeugung bringt. „Mit diesem hybriden Ansatz lässt sich Strom zuverlässiger, effizienter und günstiger erzeugen“, heißt es beim Dutch Marine Energy Centre (DMEC), welches das Projekt leitet. Zudem könne die erhöhte installierte Leistung pro Quadratkilometer helfen, den benötigten Meeresraum zu reduzieren, damit eine größere Fläche für Aquakultur, Fischerei, Schiffsverkehr und Umweltschutzgebiete bleibt.

Zusätzliche Vorteile ergeben sich laut DMEC durch eine gemeinsame Nutzung kritischer Energieinfrastruktur und durch fortschrittliche Betriebs- und Wartungsmethoden, die zunehmend autonom funktionieren. All dies führe zu niedrigeren Stromgestehungskosten pro Megawattstunde. „Die kombinierte Nutzung von Offshore-Gebieten ermöglicht einen günstigen Business Case mit enormem Potenzial, die Energiewende zu beschleunigen; der hybride Ansatz sorgt für eine zuverlässigere Stromerzeugung“, so das DMEC.

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Hackathon am Ring: Wie KI beim Krisenmanagement unterstützt

Nach der Corona-Pause 2020 kehrt der Hackathon am Ring zurück – in diesem Jahr in Kooperation mit dem Forschungsprojekt SPELL. Das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt soll zur Nutzung Künstlicher Intelligenz im Notfall- und Katastrophenmanagement beitragen, so dass künftig in Krisensituationen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, Nothilfe und Versorgung für die Bevölkerung schneller und situationsgerecht eingeleitetet werden können.

Bei SPELL@Hackathonamring werden vom 1. bis zum 3. Oktober 2021 mehrere hundert Hacker*innen 40 Stunden lang in zehn spannenden Challenges zum Thema SPELL arbeiten. Neben dem 40 Stunden Hackathon sind auch diverse weitere Veranstaltungen rund um den Hack geplant: Experts-Roundtables, Fachvorträge und eine Messe-Ausstellung, auf der sich verschiedenste Unternehmen präsentieren, um die jungen Hacker*innen und das Fachpublikum auf sich aufmerksam zu machen, neue Talente zu generieren und ihr Netzwerk zu erweitern. An allen drei Tagen werden spannende VIP-Gäste und Speaker die Teilnehmenden mit interessanten Input-Vorträgen inspirieren. Die Abende werden Gelegenheit zum lockeren Get Together und Netzwerken geben.

Der Hackathon am Ring bietet allen Teilnehmenden ein einzigartiges Netzwerk aus jungen Talenten, Fachleuten und Unternehmen. Und die unterschiedliche Aufgaben während der Challenge sind spannende Herausforderungen für WiIngs.

Mehr Infos sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt auf der Event-Seite bei Linkedin sowie auf der Homepage.

SPELL steht für „Semantische Plattform zur intelligenten Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leitstellen und Lagezentren“. Zu den zwölf Projektpartnern, die im Rahmen von SPELL zukunftsweisende Lösungen entwickeln wollen, gehören neben dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz als Konsortialführer die Advancis Software & Services GmbH, die apheris AI GmbH, die BASF SE, die Corevas GmbH & Co., der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., die Empolis Information Management GmbH, die Fraunhofer-Gesellschaft e.V. mit ihren Instituten IESE und Fokus, die ISE Informatikgesellschaft für Software-Entwicklung mbH, die LiveReader GmbH, die Technische Universität Darmstadt sowie der Verband für Sicherheitstechnik (VfS) und weitere assoziierte Partnerorganisationen.

VWI-Mitglied David Teppe, Gründungsmitglied der HG Kassel, ist Head of Strategic Alliances bei Advancis. Hier seine Perspektive auf das ambitionierte Projekt:

„Die während der dreijährigen Projektlaufzeit aufzubauende SPELL-Plattform soll – nach ihrer initialen Erprobung in drei integralen Anwendungsfällen bis Mitte 2024 – später auch dauerhaft produktiv weiter betrieben und sukzessive zu einer verteilten Infrastruktur in Deutschland, Europa und darüber hinaus ausgebaut werden können. Advancis beabsichtigt, in diesem Kontext eine eigene SPELL-Plattforminstanz mit nahtloser Integration in ihre bestehende herstellerneutrale Gefahrenmanagementlösung zu betreiben. Im Projekterfolgsfall soll diese Plattforminstanz dem internationalen Advancis-Kundenkreis zur Verfügung gestellt werden. So sollen zukünftig nicht nur Leitstellen von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) von KI-basierten Mehrwertdiensten profitieren können, sondern auch die Kunden des Unternehmens Advancis in über 70 Ländern weltweit.“

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VWI-Podcast #06: Für mehr Nachhaltigkeit – im VWI und durch den VWI

Um ein größeres Bewusstsein für Nachhaltigkeit sowie für soziale, ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen schaffen, wurde die Initiative VWImpact geschaffen. Damit möchte der Verband zum einen sich selbst weiterentwickeln, zum anderen aber auch für Impulse zur Bewältigung dieser Herausforderungen geben. Im VWI-Podcast #06 erläutert Franziska Klemme, wie Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure ihren Beitrag zu einer sozialen und nachhaltigen Zukunft leisten können. Moderiert wird die Folge von Tita Arnold und Florian Grothaus.

Neben der Organisation der Initiative VWImpact ist auch der VWImpact-Kongress, der am 23. und 24. September online stattfindet, Thema des VWI-Podcast #06. Interessenten können sich über die Veranstaltungsseite direkt anmelden. Themenbereiche sind unter anderem Wasserstofftechnologie und Sektorenkopplung, parallel zu den fachlichen Programmpunkten gib es aber auch Möglichkeiten zum lockeren Austausch.

Der Expertentalk und „VWI we care“ sind weitere Bausteine der Initiative VWImpact. Der Expertentalk beleuchtet in einer losen Reihe spannende Themen aus Technologie und Management, wie die letzte Ausgabe über „Wingcopter“ gezeigt hat. Mit „VWI we care“ wurde eine CSR-Maßnahme zur direkten Unterstützung beispielhafter Projekte geschaffen. So ist der Spendenzweck im Jahr 2021 der Verein „FiBassar“, der das Geld für die Finanzierung einer PV-Anlage für eine Berufsschule in Togo nutzen wird.

 

„Technologie und Management – Der VWI-Podcast“ thematisiert regelmäßig die vielfältigen Aktivitäten und Projekte, mit denen sich der VWI befasst. Dazu tauscht sich das Podcast-Team mit ausgewählten Mitgliedern und Ansprechpartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft aus. Behandelt werden Themen auf der Schnittstelle zwischen Technologie und Management und wie Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure diese gestalten. Wegen der breiten Aufstellung des Wirtschaftsingenieurwesens bietet der VWI Interessenten aus allen Fachrichtungen ein fachliches Forum. Zudem geht es auch um den Verband selbst – und die Chancen und Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung, die das Netzwerk allen Mitgliedern bietet.

Alle Folgen und das Team des Podcast sind unter vwi.org/podcast zu finden. Anregungen, Ideen für Themen und Ansprechpartner oder konstruktive Kritik sind unter podcast@vwi.org willkommen.

Fuhrunternehmen

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Fuhrunternehmen: Zusätzlicher Fahrer kann Kosten sparen

Um Fahrzeugflotten effektiv zu verwalten und Leerkilometer zu minimieren, wurde bereits viel geforscht. Anders als beispielweise im Luftverkehrssektor wurde der Frage, wie die Besatzungen am besten auf die Fahrzeuge verteilt werden können, im Straßenverkehrssektor jedoch sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Der überwiegende Teil des Straßengüterverkehrs in Europa wird von Einzelfahrern abgewickelt, denn Transportunternehmen wollen die Kosten für zusätzliche Fahrer vermeiden. Eine Studie der KLU hat analysiert, unter welchen Bedingungen Fuhrunternehmen Einzel- oder Teamfahrten einsetzen sollten, um ihre Rentabilität zu maximieren (To team up or not – Single versus team driving in European road freight transport).

„Doppelbesatzungen sind vor allem auf langen Strecken im Vorteil“, so Studienautor Asvin Goel, Professor für Logistik und Supply-Chain-Management an der KLU. Aber nicht nur da: „In fast allen von uns simulierten Szenarien konnten die Kosten durch den Einsatz von Einzel- und Teambesetzungen signifikant gesenkt werden – auch bei kurzen Strecken.“ Und: „Selbst wenn sehr hohe Löhne berücksichtig wurden, zeigten unsere Experimente in vielen Fällen geringere Kosten für Fahrerteams.“

Gemeinsam mit Thibaut Vidal von der Ingenieurs-Hochschule EPM in Montréal und Adrianus Leendert Kok von dem niederländischen Software-Unternehmen Ortec hat Goel in der Studie einen Lösungsansatz entwickelt, mit dem Fuhrunternehmen ihre Routen- und Fahrereinsatzpläne gleichzeitig optimieren können. Zum Einsatz kommt dabei ein eigens entwickelter Algorithmus. „Mithilfe des Algorithmus wird dann der effizienteste Routen- und Fahrereinsatzplan identifiziert und festgestellt, ob nur Einzelfahrer, Teams oder ein Mix aus beidem optimal für die geplanten Touren geeignet ist“, so Goel.

Innerhalb der Studie wurde der neue Ansatz mit anonymisierten Daten eines Kunden getestet. Die Daten beinhalteten Lieferorte, Verteilzentren und die gewünschten Lieferzeiten. „Obwohl die Prozesse bereits für den Einsatz von Einzelfahrern optimiert waren, konnten wir für diesen Anwendungsfall ein Einsparpotenzial von im Schnitt 0,8 bis 3,5 Prozent der Kosten durch den Einsatz von Teambesatzungen für einen Teil der Fahrzeugflotte nachweisen“, erklärt Goel. Im Rahmen zusätzlicher Testszenarien konnten demnach sogar Einsparungen von im Schnitt 5,6 bis 7,2 Prozent erreicht werden – angesichts der typischerweise sehr niedrigen Gewinnmargen fü Fuhrunternehmen ein erheblicher Wettbewerbsvorteil.

Share Now

Quelle: Share Now

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Neuer Kooperationspartner: Share Now Carsharing

Der VWI hat für seine attraktiven Mitgliedervorteile einen weiteren Partner gewonnen: Share Now Carsharing. Dank des Free-Floating-Carsharing von Share Now finden sich die Autos an jeder Ecke – in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und an vielen weiteren Orten. Es gibt es keine Mietwagenstationen und somit auch keine Öffnungszeiten; die Autos sind rund um die Uhr verfügbar. Mit nur einer App ist man startbereit, egal ob das Auto zwei Minuten, zwei Tage oder zwei Wochen lang benötigt wird. Denn die Tarife lassen sich flexibel auf alle Bedürfnisse zuschneiden, ohne monatliche Grundgebühr oder andere Verpflichtungen. Und sie sind all-inclusive: Share Now kümmert sich um Laden, Tanken, Parken und Service.

Für VWI-Mitglieder ist der Umstieg auf Share Now besonders attraktiv. Jedes Mitglied kann sich einfach und kostenlos bei Share Now registrieren – und als exklusives Willkommensgeschenke gibt es 10 Euro für die die erste Fahrt geschenkt.

Jetzt registrieren und losfahren!

Attraktiv ist jedoch nicht nur die private Nutzung: VWI-Mitglieder, die oft geschäftlich unterwegs sind oder deren Beschäftigte geschäftlich reisen müssen, können mit Share Now for Business ihre Mobilitätskosten senken. Für weitere Informationen steht sina.niemann@share-now.com gerne zur Verfügung.

Noch kein Mitglied im VWI? Hier entlang!

HGV Deggendorf 2021

Quelle: VWI Redaktion

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Deggendorf: Hinter den Kulissen der Hochschulgruppenversammlung 2021

Anfang Dezember ist es wieder soweit: Die Hochschulgruppenversammlung (HGV) des VWI e.V. lädt Delegationen aller Hochschulgruppen des Verbandes zum gemeinsamen Austauschen und Netzwerken ein. Die Hochschulgruppe Deggendorf wird Ausrichter dieser verbandsweiten Kommunikations- und Gestaltungsplattform für bis zu 150 Teilnehmende sein. Die Veranstaltung soll in Präsenz stattfinden und ein Auftaktevent in Richtung Normalität im Rahmen der Möglichkeiten sein.

Neben den verbandsbezogenen Programmpunkten bietet die HGV auch Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit Unternehmen und Institutionen. Trainings und Workshops runden das fünftägige Programm ab. Thomas Ritter, Teamleiter im Bundesteam, hat sich hierzu mit Christoph Ammerl ausgetauscht, der zur Deggendorfer Projektleitung gehört.

Hallo Christoph, du gehörst zu den Verbandsmitgliedern aus Deggendorf, welche die Projektleitung für die kommende Hochschulgruppenversammlung innehaben. Wie kam es dazu, dass eure Hochschulgruppe den Zuschlag erhalten hat?
Aufgekommen ist das Thema vor zwei Jahren auf der HGV in Bukarest. Damals hat Michael Dichtl, ein weiteres Mitglied der Projektleitung, schon mit einigen Verbandsmitgliedern gesprochen, ob es nicht bald wieder Zeit für eine HGV in Deggendorf wäre. 2016 war diese – nicht zuletzt wegen sehr prominenten Gästen wie dem Marketingspezialisten Bill Cleary aus dem Silicon Valley – ein großer Erfolg. Als es dann auf der Online HGV 2020 in Mannheim zur Nominierung der vermutlichen ersten Präsenz-HGV nach zwei Jahren kam, brachte die Studentische Vertretung (SV) von 2019 Jan Rupprecht Deggendorf ins Spiel. Da die Süd-Ost Kooperationen (SOKo) des VWI sowohl 2018 als auch 2019 alle Hochschulgruppenversammlungen ausgerichtet hat, war hier auch schon ein exzellenter Erfahrungsschatz vorhanden. Somit war alles Nötige gegeben, damit wir die erste HGV nach Corona im Herzen Niederbayerns ausrichten dürfen. Nach kurzer interner Absprache ließen wir uns schließlich aufstellen und gewannen glücklicherweise die Wahl.

Herzlichen Glückwunsch! Der Zeitpunkt der Wahl Ende 2020 stand unter dem Zeichen der Corona-Pandemie. Nach zwei Jahren soll die Veranstaltung nun wieder in Präsenz stattfinden – welche Gedanken begleiten dich hierbei?
Ich denke, ich spreche da für den ganzen Verband, wenn ich sage, dass die Vorfreude natürlich riesengroß ist. Corona hat unser aller Leben beeinträchtigt und wir konnten nicht mehr die Dinge ausführen, die wir ausführen wollten. Nicht zuletzt unsere VWI-Events. Die letzten drei Hochschulgruppenversammlungen mussten alle virtuell stattfinden – und natürlich ist es ganz was anderes, wenn man sich persönlich sieht. Dieses besondere VWI-Feeling, wenn 150 angehende Wirtschaftsingenieure aus ganz Deutschland und Bukarest zusammenkommen, ist einfach unbeschreiblich. Man teilt gemeinsame Werte, Erfahrungen und Perspektiven, was zu einer starken Verbundenheit führt, egal ob man aus Deggendorf oder Berlin kommt. Deshalb ist die HGV 2021 in Deggendorf nicht bloß irgendeine HGV, sondern auch eine, die für einen Neuanfang steht.

Sehr gut auf den Punkt gebracht. Die HGV ist ein umfangreiches und ambitioniertes Projekt – wie laufen die Vorbereitungen hierbei?
Natürlich gibt es schönere Dinge als so ein großes Event unter Corona zu organisieren, nichtsdestotrotz laufen die Vorbereitungen sehr gut. Das Wichtigste und Beste ist natürlich das Orga-Team, das aus acht wirklich top engagierten Verbandsmitgliedern aus Deggendorf besteht. Daneben arbeiten wir eng mit Mitgliedern des Bundesteams sowie unserem Studentischen Vertreter im VWI-Vorstand, Joshua Niebecker, zusammen. Wir werden dabei auch von bekannten Persönlichkeiten wie unserem Hochschulpräsidenten Prof. Peter Sperber oder unserem Deggendorfer Oberbürgermeister Christian Moser unterstützt, was uns natürlich eine Ehre ist. Aktuell sind wir in Kontakt mit sowohl international bekannten Unternehmen, die in Deutschland einen Sitz haben, sowie bekannten Mittelständlern aus der Region. Es gab bereits erste positive Rückmeldungen von den beiden Seiten und deshalb wird die HGV ein toller Mix mit super Kooperationspartnern.

Das klingt vielversprechend! Die HGV ist neben dem Fallstudienwettbewerb KREATI das Aushängeschild der studentischen Aktivitäten des Verbands. Was motiviert dich persönlich zum ehrenamtlichen Engagement im VWI?
Der VWI begleitet mich schon mein ganzes Studium von Tag 1 an. Ich war immer wieder auf den verschiedensten Veranstaltungen unterwegs, allerdings zunächst mehr als Teilnehmer statt Organisator. Als ich dann nach und nach die ganzen Facetten des VWI kennenlernte, die persönliche Weiterentwicklung, das Networking, das Erlernen von Hard und Soft Skills, ab dann war ich sozusagen Stammgast auf den Veranstaltungen. Als eines Tages unser ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Deggendorf, Florian Drittenthaler, auf mich zukam, ob ich mich nicht ehrenamtlich engagieren und seine Nachfolge antreten möchte, musste ich nicht lange überlegen. Ich wollte die Möglichkeiten, die mir der VWI bot, um meine Zukunft zu gestalten, an die kommenden Semester weitergeben und aktiv mitgestalten. Es macht mir eine unglaubliche Freude und ich bin froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin.

Es freut mich immer zu hören, wenn sich Verbandsmitglieder bereits zu Beginn des Studiums für den VWI begeistern. Was motiviert dich dazu zum ehrenamtlichen und zeitintensiven Engagement für die Projektleitung der HGV?
Das hat eigentlich zwei große Gründe: Einerseits natürlich die Herausforderung eine HGV zu organisieren. Es ist eines, wenn nicht sogar das wichtigste studentische Event für den VWI. Wenn man eine solche Veranstaltung von bundesweiter Bedeutung organisiert, dann ist das nicht an einem Wochenende getan, aber man lernt unheimlich viel dazu. Sei es wie man mit der Ungewissheit von Corona umgeht, wie man das ganze zeitlich managt, wie man sich untereinander organisiert, wie man Kooperationen mit Firmen eingeht – all das sind gerade als Student sehr wertvolle Erfahrungen, die einem später im Berufsleben weiterhelfen werden. Gerade als angehende Wirtschaftsingenieure, die oft in Führungspositionen landen werden, kommen auch das Tragen von Verantwortung oder auch laterales Führen mit ins Spiel. Andererseits befinde ich mich in meinem vorletzten Semester meines Bachelorstudiums und habe während meinen bisherigen drei Jahren beim VWI tolle Kommilitoninnen und Kommilitonen in Deggendorf kennengerlernt, die ich auch persönlich wirklich zu schätzen weiß und die im Orga-Team mit dabei sind. Deshalb ist die HGV für mich auch ein Abschlussprojekt, bei denen wir gemeinsam nochmal ein großes Event organisieren, durch dick und dünn gehen und eine tolle Zeit haben werden.

Ich denke, dass das viele Projektleitungen vergangener Veranstaltungen nur bestätigen können. Worin bestehen hierbei konkret die nächsten Tätigkeiten auf dem Weg zu einer erfolgreichen HGV?
Aktuell stehen vor allem Abstimmungen mit unseren Studentischen Vertretungen an, damit die inhaltlichen Aspekte einer HGV abgedeckt werden. Aber auch organisatorische Themen wie das Abendprogramm oder der genaue Ablauf der HGV werden gerade ausgearbeitet. In unseren wöchentlichen Treffen pflegen wir dann alle Punkte in unserem KanBan-Bord zusammen und besprechen das weitere Vorgehen. Natürlich sind wir auch immer auf der Suche nach Kooperationspartnern aus der Wirtschaft, denen wir auf der HGV eine Bühne geben wollen, damit die sich von 150 angehenden Wirtschaftsingenieuren vorstellen und für sich werben können.

Vielen Dank für die Informationen rund um die HGV in Deggendorf. Ich wünsche euch von Herzen gutes Gelingen und ein erfolgreiches Projekt. Drücken wir die Daumen und bleiben wir optimistisch!

Möglichkeit zur Kooperation für Firmen und Unternehmen

Aktuell besteht noch die Möglichkeit, Kooperationspartner der Hochschulgruppenversammlung zu werden. Die HGV ist eine großartige Möglichkeit, mit angehenden Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieuren in Kontakt zu treten. Neben der fachlichen Expertise zeichnet diese auch noch das außerordentliche Engagement aus.

Interessenten finden auf der Seite der HGV nützliche Informationen rund um die Veranstaltung. Das Organisationsteam freut sich über Ihre Nachricht: kontakt@hgv-deggendorf.de

Fokusthema

Quelle: VWI Redaktion

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Fokusthema: Obsoleszenz im Unternehmen ganzheitlich managen

Interdisziplinären Lösungen für offene Fragen an der Schnittstelle von Technologie und Management widmet sich das Fokusthema, das der Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e. V. (VWI) jährlich herausgibt. In der jetzt veröffentlichten 3. Ausgabe untersucht ein Autorenteam der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg unter Leitung von VWI-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Hartmut Zadek das Obsoleszenzmanagement.

Obsoleszenz beschreibt das Veralten von Produkten durch technischen Fortschritt oder die begrenzte Haltbarkeit technischer Bauteile. Der Mechanismus ist unvermeidlich, seine Auswirkungen und Kosten können aber mit vorausschauender Planung, einem strategischen Ansatz und dem Einsatz interdisziplinärer Teams verringert werden. Dabei ist die gesamte Versorgungskette vom Lieferanten bis zum Kunden sowie der vollständige Lebenszyklus des Produkts einzuschließen.

Das Fokusthema gibt Unternehmen eine Hilfestellung bei der Realisierung eines ganzheitlichen Obsoleszenzmanagements: Eine Gestaltungsmatrix versetzt sie in die Lage, den Ist-Zustand im eigenen Haus zu erfassen und daraus eine Soll-Planung sowie einen strategischen Maßnahmenplan zu entwickeln. Dabei spielen auch die neuen Möglichkeiten durch die Digitalisierung eine Rolle. Denn die Vernetzung von Objekten im Internet of Things und die höhere Transparenz im Bereich Industrie 4.0 haben einen entscheidenden Anteil an der Verbesserung des tradierten Obsoleszenzmanagements.

Das VWI-Fokusthema „Lebenszyklus-orientiertes Obsoleszenzmanagement im Zeitalter von Industrie 4.0“ steht als Online-Ausgabe zur Verfügung. Die 2019 und 2020 erschienenen Bände „Die Vermessung der globalen Blockchain-Start-up-Landschaft“ und „Management der Industrie 4.0“ sind ebenfalls auf der VWI-Homepage online abrufbar.

 

Die Meldung wird am gleichen Tag über Pressebox veröffentlicht.

Julia Arlinghaus

Quelle: Fraunhofer/Jürgen Löse

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Sommerinterview: Julia Arlinghaus, Fraunhofer IFF

Prof. Dr. oec. Julia Arlinghaus leitet seit 2019 das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg und ist ebenfalls seit 2019 Lehrstuhlinhaberin für ‚Produktionssysteme und -automatisierung‘ am IAF der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sie hat in Bremen und Tokio Wirtschaftsingenieurwesen mit den Schwerpunkten Produktionstechnologie und Verfahrenstechnik studiert und dann zur Integration intermodaler Transporte in Handelslieferketten an der Universität St. Gallen in der Schweiz promoviert. Danach folgten Stationen bei Porsche Consulting sowie an der Jacobs University Bremen und an der RWTH Aachen.

Frau Arlinghaus, warum haben Sie Wirtschaftsingenieurwesen studiert?
Ein möglichst großes Berufsspektrum war für mich das wichtigste Kriterium bei der Studienauswahl. Nach dem Abitur konnte ich mir leichter etwas unter BWL vorstellen, aber irgendwie hat mich Technik fasziniert. Ich dachte mir, wenn es nicht das Richtige ist, kannst Du Dich in die eine oder andere Richtung umorientieren. Noch vor dem Ende des Grundstudiums war ich mir aber sicher: Die wirklich interessanten Dinge sind genau an der Schnittstelle der Disziplinen, zum Beispiel Logistik, Produktionssteuerung, Fabrikplanung, Risikomanagement und Digitalisierung. Bis heute bin prägt mich das Studium und ich bin thematisch weit aufgestellt. So hatte ich schon einmal eine Professur in der BWL und jetzt eine Professur im Maschinenbaubereich.

Welche Skills, die Sie im Studium erlernt haben, waren für Ihren Werdegang besonders wichtig?
Im Studium habe ich gelernt, wie wichtig es ist, die Sprache deines Gegenübers zu sprechen. Experten aus dem Controlling benutzen ein anderes Vokabular als die Experten aus der Arbeitsvorbereitung, aus der Produktion oder aus dem Marketing. Das Top-Management braucht eine andere Aufbereitung von Informationen als Mitarbeitende aus den operativen Bereichen. Genauso verhält es sich auch an der Universität: Einige Bereiche sind stark anwendungs- und andere stark grundlagenorientiert. In ihrer Unterschiedlichkeit von Persönlichkeiten, Lehrstil und Aufgabenstellung wurde ich darauf vorbereitet, dass zielgruppengerechte Kommunikation das A und O ist. Ganz praktisch habe ich aber beispielsweise im Studium gelernt zu programmieren und mit Hilfe von Simulationen Produktionssysteme zu planen und besser zu verstehen. Das Wissen nutze ich heute noch täglich.

Sind aus Ihrer Sicht Absolventen und Professionals, die interdisziplinär denken und handeln können, momentan besonders gefragt?
Auf jeden Fall. Denn Tunnelblick und Standardlösungen bringen heute nicht mehr die gewünschten Resultate. Unser Arbeitsumfeld – und bei mir speziell die digitalisierte Fabrik – ist so komplex, dass wir mit einer isolierten Sicht nur unterkomplexe Lösungen finden. Es braucht daher interdisziplinäre Teams, die Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Erst wenn wir die Sprache der anderen Teammitglieder verstehen, können wir gemeinsam nach neuartigen Lösungen suchen.

Stichwort interdisziplinäre Herangehensweise: Welches Thema beschäftigt Sie gerade besonders und warum?
Zusammen mit meinem Team frage ich mich, wie die Fabrik der Zukunft aussehen wird. Wie können wir die Menschen unterstützen, immer neue und immer schwierigere Aufgaben zu übernehmen? Wie können wir neue Technologien – etwa digitale Zwillinge, KI und Robotik – nutzen, um die industrielle Produktion effizienter, sicherer und vor allem nachhaltiger zu machen? Besonders interessiert mich derzeit, wie wir Mensch und Roboter noch besser zusammenarbeiten lassen können. Zum Beispiel forschen wir an aufwandsarmen Methoden zur Roboterprogrammierung und an taktilen, also berührungsempfindlichen Sensoren. Faszinierend ist für mich auch die Frage, wie zukünftig unsere Produktionssysteme und unsere Energiesysteme aufeinander abgestimmt werden können. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien braucht es neue Energiespeicher und intelligente Steuerungssysteme, um Nachfrage und Angebot in Einklang zu bringen.

Von welcher technischen und/oder gesellschaftlichen Entwicklung erwarten Sie in den kommenden fünf bis zehn Jahren ein die Zukunft besonders prägendes Potenzial?
Der Klimawandel fordert, dass wir unsere Anstrengungen intensivieren müssen, die industrielle Produktion klimaneutral zu machen. Die Forschung unter anderem auf den Gebieten der künstlichen Intelligenz, der Wasserstoffproduktion und -nutzung sowie der Robotersysteme werden uns helfen, die Produktionssysteme in Richtung Klimaneutralität zu transformieren.

 

In den Sommerinterviews befragt der VWI in loser Folge Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsingenieurinnen, die wichtige Positionen in Industrie und Lehre innehaben, zu ihrem Blick auf das Berufsbild.

Wahl

Quelle: VWI Redaktion

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Wahl zum VWI-Vorstand: Jede Stimme zählt!

Der VWI ruft seine Mitglieder satzungsgemäß zur Wahl des VWI-Vorstandes für die Amtsperiode vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2023 auf. Die Wahlunterlagen samt Wahlbrief und Stimmzettel sind allen Stimmberechtigten ein zweites Mal per Post zugegangen, da es in der ersten Runde bei der Rücksendung ein Problem seitens des Zustellunternehmens gab. Der amtierende Vorstand hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung, damit der zukünftige Vorstand bei seiner Arbeit mit einem möglichst breitem Votum gestützt wird.

Der Wahlzeitraum endet am 29. Oktober 2021. Für die Berücksichtigung bei der Wahlauswertung gilt das Datum des Poststempels auf dem zurückgesendeten Wahlbrief mit dem grünen Stimmzettel.

Zur Wahl stellen sich zwölf Kandidaten. Eine Kurzvorstellung sowie eine Erläuterung des Wahlprozederes enthält der Wahlbrief. Gemäß der VWI-Wahlordnung gelten die Kandidaten als gewählt, welche die meisten Stimmen erhalten haben. Die Wahl des Präsidenten, der beiden stellvertretenden Vorsitzenden (Vizepräsidenten) und des Schatzmeisters erfolgt positionsgebunden; die Ressortverteilung der weiteren Kandidaten wird der neu gewählte Vorstand vornehmen.

Über die Ergebnisse des Abstimmungsverfahrens wird der VWI-Wahlausschuss im Rahmen der kommenden Mitgliederversammlung berichten. Diese Mitgliederversammlung findet am 11. November 2021 online statt, alle Mitglieder sind herzlich eingeladen.

Online-Training

Quelle: Pixabay

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Online-Training: Den eigenen Job aktiv gestalten

Ein Online-Training mit dem Titel „Craft Your Job!“ soll Teilnehmenden spannende Einblicke in ihre ganz persönliche Arbeitsgestaltung eröffnen und sie neue Möglichkeiten entdecken lassen, diese Arbeitsgestaltung an ihre individuellen Wünsche und Vorstellungen anzupassen. Wissenschaftlerinnen am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg haben das Training entwickelt. Es ist Teil einer Studie im Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie, die untersucht, wie Arbeit und Arbeitsplatz idealerweise gestaltet sein sollen, um Motivation und Gesundheit von Beschäftigten zu erhalten und nachhaltig zu fördern.

Unter Job Crafting versteht man, die Arbeit selbst so zu gestalten, dass sie den eigenen Vorstellungen und Fähigkeiten möglichst gut entspricht. Damit sind die eigenen Gestaltungsspielräume gemeint, ohne dass der Arbeitgeber die Veränderungen anstößt. Beschäftigte werden insofern als aktive Gestalter ihrer Arbeit verstanden. Aufgaben, Rollen und Verpflichtungen werden nicht als gegeben angesehen, sondern proaktiv verändert – beispielsweise, indem gezielt Tätigkeitsfelder gesucht werden, die besonders gut zu den eigenen Fähigkeiten passen, oder indem soziale Ressourcen wie der kollegiale Austausch stärker genutzt werden.

Auf diesem Konzept des Job Crafting basiert das Online-Training. Eine entscheidende Rolle spielt übrigens auch, wie die ausgeübte Tätigkeit individuell wahrgenommen wird. „Es geht nicht nur darum, das Verhalten anzupassen. Wichtig ist daneben auch, wie die Sicht auf den eigenen Job verändert werden kann, so dass dieser als sinnvoller und erfüllender erlebt wird. Das kann man mithilfe des Job Crafting gezielt trainieren“, betont Thea Ebert, die sich im Rahmen ihrer Promotion in Heidelberg mit dem Thema beschäftigt. Erste praktische Studien weisen nach Angaben der Arbeitspsychologin darauf hin, dass mithilfe dieses Ansatzes die individuelle Zufriedenheit und Motivation gesteigert und die arbeitsbedingte Erschöpfung verringert werden können. Bisher wurde laut Thea Ebert der kognitive Aspekt des Job Crafting in praktischen Trainings jedoch weitgehend vernachlässigt. Um diese konzeptionelle Lücke zu schließen, sei das Online-Training „Craft Your Job!“ entwickelt worden.

Im Rahmen des Trainings absolvieren die Teilnehmenden eine praktische, 30-minütige Übungseinheit und nehmen an zwei Befragungen teil, die wissenschaftlich evaluiert werden. Dabei erhalten sie eine individuelle Anleitung, um das Gelernte im Berufsalltag umzusetzen. Die Forscherinnen wollen insbesondere in Erfahrung bringen, welche Übungen besonders effektiv zu Erfolgen führen und ob dies für verschiedene Personengruppen in gleicher Weise zutrifft. Interessierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können noch bis zum 30. September 2021 an dem Online-Training teilnehmen.