gesucht

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Gesucht: 780.000 Tech-Spezialisten bis 2026

Bis zum Jahr 2026 werden in Deutschland bis zu 780.000 Technologie-Spezialisten zusätzlich benötigt. Vor allem Daten-Analysten und KI-Experten werden stark gesucht sein. Neben technologischen Kompetenzen wächst aber auch der Bedarf an weiteren Future Skills in vier Kategorien: klassische Kompetenzen, digitale Schlüsselkompetenzen, technologische Kompetenzen und vor allem transformative Kompetenzen. Das sind die Ergebnisse der Studien „Tech-Spezialisten gesucht“ und „Future Skills 2021“, für die der Stifterverband und das Beratungsunternehmen McKinsey rund 500 Unternehmen und Institutionen der öffentlichen Verwaltung befragt haben. Bereits 2018 hatten Stifterverband und McKinsey einen Bedarf von etwa 700.000 Arbeitnehmern mit technologischen Kompetenzen bis 2023 ermittelt.

Aus Sicht des Stifterverbandes tragen Beschäftigte in MINT-Berufen wesentlich zum Wohlstand der Gesellschaft bei. Deshalb habe es oberste Priorität, durch intensive Anstrengungen in der Aus- und Weiterbildung dem wachsenden Fachkräftebedarf nachzukommen.

Die Hochschulen in Deutschland haben die Zahl der technologienahen Studiengänge in den vergangenen drei Jahren erheblich ausgebaut; diese hat sich seit 2018 von 111 auf 311 fast verdreifacht. Einen besonders großen Zuwachs von 139 Prozent gab es bei den Studiengängen im Bereich Data Analytics und KI. Darüber hinaus gehen die Unternehmen und öffentlichen Institutionen davon aus, dass bis 2026 etwa jeder achte Beschäftigte über Weiterbildungen Kompetenzen in der Softwareentwicklung oder IT-Architektur erlangen wird. McKinsey zufolge ein wichtiger Ansatz, denn der massive Bedarf an Tech-Spezialisten lasse sich allein durch mehr Absolventinnen und Absolventen nicht decken.

Zu den benötigten Future Skills zählen allerdings nicht nur technologische, sondern nehmend auch transformative Kompetenzen. Konkret geht es dabei zum Beispiel um die Fähigkeit, Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Informationsquellen beurteilen zu können (Urteilsfähigkeit) oder um die Fähigkeit, Visionen entwickeln und andere Menschen davon überzeugen zu können (Missionsorientierung) – aber auch um die Fähigkeiten, Dinge zu hinterfragen und neue Ideen umsetzen zu können (Innovationsfähigkeit).

 

Projektmanagement

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Projektmanagement: Das Mentoring-Programm der GPM

Sich beruflich und persönlich weiterentwickeln, an Sichtbarkeit gewinnen und Wissen teilen – das ist das Ziel des Mentoring-Programms der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.. Mit diesem Angebot bringt die GPM Young Professionals und erfahrene Projektmanagement-Experten zusammen. Die Mentoren teilen ihre Erfahrung und ihr Wissen mit ihrem Mentee, profitieren dabei in vielfacher Hinsicht aber auch selbst.

Im Rahmen einer Kooperation öffnet die GPM dieses Angebot auch für studentische und Jung-Mitglieder des VWI. Interessenten senden dafür das ausgefüllte Matching-Formular – die Variante für Mentees – an mentoring@gpm-ipma.de. Voraussetzung für die Teilnahme ist neben der VWI-Mitgliedschaft auch eine GPM-Mitgliedschaft. Die Verknüpfung von Mentor und Mentee erfolgt durch das GPM Community Office. Bis zum endgültigen Match kann es ab dem Zeitpunkt der Bewerbung bis zu 14 Tage dauern – anschließend können Sie direkt mit dem Mentoring starten. Bitte beachten Sie, dass für den Kontaktaufbau und nur zu diesem Zweck Ihre E-Mail-Adresse weitergegeben wird.

Das Mentoring umfasst alle Themen, die Berufseinsteiger im Projektmanagement bewegen: Berufserfahrung, Projektmanagement-Tools, Abschlussarbeiten, Unterstützung bei wissenschaftlichen, projektmanagementbezogenen Studien, Zertifizierungen etc. Im Oktober hat die GPM ein Interview mit einem Mentee und einem Mentor auf dem ihrem Blog veröffentlicht. Die Mentoren sollten den Mentees einmal im Monat für rund eine Stunde per Telefon oder Skype zur Verfügung stehen; je nach Wunsch kann natürlich auch ein persönliches Treffen stattfinden. Es handelt sich beim Mentoring um eine rein ehrenamtliche Tätigkeit. Außerdem ist das Programm eine anerkannte Weiterbildung für die IPMA® Rezertifizierung (fünf Weiterbildungsstunden pro Monat). Der VWI bietet seinen Mitgliedern übrigens auf Anfrage auch ein eigenes Training zum Initiieren und Managen von Projekten nach GPM an.

Digital Seeds

Quelle: Huawei

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Digital Seeds Community: Kreative Köpfe gesucht

Was haben der bayerische Flugtaxi-Anbieter Lilium, der Geschäftsprozesse-Spezialist Celonis und der Fachbuch-App-Entwickler Blinkist gemeinsam? Alle sind erfolgreiche Digitalunternehmen, und alle wurden von Studierenden als Start-up gegründet. An deutschen Hochschulen gibt es viele innovative Ideen und großes Potenzial für die digitale Zukunft. Mit dem Nachwuchsprogramm Digital Seeds unterstützt Huawei die Studierenden dabei, die Welt digitaler und damit stets ein bisschen besser zu machen.

Im Rahmen der Initiative Digital Seeds lädt Huawei seit 2013 Studierende aus ganz Deutschland zu einer Reise durch Chinas Hightech-Metropolen Peking, Shanghai und Shenzhen ein. Dort lernen sie die dynamische und innovative chinesische Technologieszene aus nächster Nähe kennen und können sich mit chinesischen Studierenden und Thinktanks austauschen. Vor Ort treffen die Teilnehmenden junge Start-up-Gründer sowie Produkt- und App-Entwickler und erhalten exklusive Einblicke in die größten Tech-Firmen Chinas. Weltweit haben bisher mehr als 33.000 Studierende aus 108 Ländern und Regionen daran teilgenommen.

Da die Corona-Auflagen eine solche Reise zuletzt verhinderten, hat Huawei für alle Teilnehmenden die Taikonaut-Webinar-Reihe ins Leben gerufen. Dabei gab es mehrere Online-Events rund um die Themen China und Technologie, Kultur und Innovation sowie im Frühjahr 2021 einen Ideathon, ein Ideenwettbewerb für kreative Köpfe mit Fokus auf digitale Technologien und Lösungen für einen nachhaltigen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft. Wochenlang tauschten sich 100 Studierende virtuell über aktuelle und zukünftige Herausforderungen aus und entwickelten vielversprechende Konzepte, beispielsweise für die Ladeinfrastruktur von E-Fahrzeugen, transparente Lieferketten oder bessere Angebote im öffentlichen Nahverkehr.

Darüber hinaus vernetzt Huawei jetzt Studierende und ehemalige Digital-Seeds-Teilnehmende in der Digital Seeds Community im Business-Netzwerk LinkedIn. Neben dem spannenden Austausch unter Gleichgesinnten zu Technologien und Digitalthemen stehen Webinare, Vorträge, City Dinner, Events mit Media-Partnern oder der Global Youth Summit auf dem Programm.

Digital Seeds: Die Vorteile der Community

  • Vernetzung mit Gleichgesinnten und einem weltweit führenden Technologieanbieter
  • Weiterbildung in praxisnahen Formaten
  • Mitgestaltung der digitalen Zukunft Deutschlands

Jetzt für die Community bewerben: https://www.huawei.com/de/deu/digitalseeds/community-application

Quelle: Deutsche Bank

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Winterinterview: Michael Ilgner, Deutsche Bank

Der promovierte Wirtschaftsingenieur Michael Ilgner ist seit März 2020 Personalchef der Deutschen Bank. Zusätzlich bekam Ilgner die Verantwortung für das Immobilienmanagement der Bank. Seine persönliche Leistungsphilosophie lautet: „Besserwerden im Besserwerden“. Das Lernen ist fest verankert in seiner Personalstrategie: Nur wenn Mitarbeitende ihr Potenzial ausschöpfen – jeden Tag aufs Neue – können Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Und dazu müssen sie fähig sein, müssen fit sein. Ilgner arbeitete zuvor als Berater bei Booz Allen Hamilton und war dann 14 Jahre lang bei der Stiftung Deutsche Sporthilfe tätig, als Vorsitzender der Geschäftsführung. Die Athleten zu fördern war ein Schwerpunkt seiner Arbeit. Ilgner hat in Karlsruhe studiert und 2005 in Wirtschaftstheorie promoviert.

Herr Ilgner, warum haben Sie Wirtschaftsingenieurwesen studiert?
Mich hat damals die Dualität von Strategie und operativer Organisationsplanung gereizt – das fand ich schon immer spannend. Das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens verknüpft zudem die Perspektive der Wirtschaft und der Technik. Von Hause aus war ich zunächst durch andere Themen geprägt, meine Eltern waren Grundschul- eziehungsweise Gymnasiallehrer. Es lag damals aber weder auf der Hand, dass ich eines Tages Wasserball auf Leistungsniveau spielen sollte, noch Wirtschaftsingenieurwesen studieren werde. Wir kannten privat kaum Sportvereine, geschweige denn Wasserballer, ebenso wenig wie Wirtschaftsingenieure. Die Offenheit meiner Eltern und ihre bedingungslose Bereitschaft, Neues auch über ihre eigenen Erfahrungen hinaus zu fördern, gehören zu den wertvollsten Erfahrungen in meiner Kindheit.

Welche Skills, die Sie im Studium erlernt haben, waren für Ihren Werdegang besonders wichtig?
Das Arbeitsleben jenseits der reinen Lehre besteht in der Regel nicht aus einer einzelnen Fachrichtung, sondern darin, Schnittstellen zu durchdringen. Dafür muss man in der Lage sein, die Perspektive wechseln zu können – und das lernt man im Studium. Selbstverständlich waren die fachliche Qualifikation in Technik und Wirtschaft und ein Grundstock in Mathematik durch die Themen meiner Dissertation gerade zu Beginn meiner Berufstätigkeiten wertvoll. Vor allem in der Zeit als Berater bei Booz Allen Hamilton habe ich sehr von der facettenreichen Ausrichtung meines Studiums profitiert. Als Vorstand der Deutschen Sporthilfe habe ich daran mitgewirkt, die Organisation gesellschaftlich neu auszurichten. Mich mit gesellschaftspolitischen Fragen zu beschäftigen war neu, dabei habe ich viel dazu lernen können.

Sind aus Ihrer Sicht Absolventen und Professionals, die interdisziplinär denken und handeln können, momentan besonders gefragt?
Wir können in vielen Berufen das Verschmelzen von Disziplinen beobachten. Früher hat sich der Ingenieur auf die Technik fokussiert; heute sind noch mehr betriebswirtschaftliches Wissen und der Kundennutzen von Beginn an gefragt. Die Halbwertzeit von Wissen wird kürzer. Insofern ist das keine Momentaufnahme, sondern eine grundsätzliche Entwicklung, die alle betrifft. Ich bin aber überzeugt: Wichtiger als die Wahl des Fachs sind heute Überzeugung und Leidenschaft für das, was man tut. Man muss für seinen eigenen „Purpose“ brennen. Dazu kommt Freude an der Weiterentwicklung: „getting better at getting better“ und „find meaning in the effort“ nennen wir das in unserer Bank und meinen damit vereinfacht, Du lernst nie aus und der Weg ist das Ziel. Freude am Lernen wiederum strahlt auf andere aus – und spiegelbildlich wird man selbst wiederum von der Neugier anderer profitieren.

Stichwort interdisziplinäre Herangehensweise: Welches Thema beschäftigt Sie gerade besonders und warum?
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit greife ich zwei Themen heraus: die Zukunft der Arbeit und die Zukunft von Führung. Wenn uns die Corona-Pandemie wirklich auch etwas Positives gelehrt hat, dann, dass wir als Gemeinschaft widerstandfähig sein können – auch in einer der größten Krisen. Und dass wir in Zukunft anders arbeiten werden. Der Anteil der Zeit, in der wir von zuhause tätig sind, oder mobil, außerhalb der eigentlichen Arbeitsstätte, wird zunehmen. Das gilt nicht für alle Berufsbilder gleichermaßen, in jedem Fall aber doch für viele Tätigkeiten im Bankwesen. In unserer Bank setzen wir ein hybrides Arbeitsmodell um, in dem das Büro zwar weiter zentraler Ort der Arbeit bleibt, wir insgesamt aber unsere Arbeitsräume effizienter und effektiver gestalten können, weil wir mehr Flexibilität anbieten. Das motiviert Menschen ungemein. Im selben Maße, wie sich Arbeit und Büro wandeln, verändern sich die Anforderungen an künftige Chef*innen. Die Führungskraft der Zukunft ähnelt vielleicht mehr dem Team-Kapitän, der selbst mitspielt und nicht mehr am Spielfeldrand stehend Anweisung gibt. Er bzw. sie ist Teil des Teams, Autorität beruht nicht auf Hierarchie, sondern auf Wissen, Können und Erfahrungen. Diese Führungskraft weiß auch, dass es einzelne Spieler gibt, die etwas besser können – und gönnt ihnen den Erfolg. Die neuen Chefinnen und Chefs in einem sich wandelndem Arbeitsumfeld werden die Unternehmen genauso nachhaltig mit ihren Teams prägen wie der technische Wandel.

Von welcher technischen und/oder gesellschaftlichen Entwicklung erwarten Sie in den kommenden fünf bis zehn Jahren ein die Zukunft besonders prägendes Potenzial?
Ich denke neben den Folgen der sogenannten Glokalisierung – also dem Weiterbestehen der Globalisierung, aber mit einer wieder stärkeren Tendenz zu lokalen Wertschöpfungsketten –, der Altersverteilung in der Bevölkerung der Industrieländer und dem daraus folgenden „Kampf um Talente“ wird die Personalarbeit vor allem von der Bedeutung eines Unternehmenssinns (neudeutsch: purpose) geprägt sein. Nach dem „was“ und „wie“ wird das „warum“ weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig wird es um den effektiven Einsatz von künstlicher Intelligenz gehen. Beides betrifft den umfassenden Zyklus von Personalarbeit in Unternehmen: vom Einstellungsprozess über zentrale Dienstleistungen wie interne Karriereplanung und Qualifizierung bis zu Führungskräfte-Entwicklung.

In den Sommerinterviews befragt der VWI in loser Folge Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsingenieurinnen, die wichtige Positionen in Industrie und Lehre innehaben, zu ihrem Blick auf das Berufsbild.

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27. Karrieretag Familienunternehmen: Wolff & Müller in Stuttgart

Die Bewerbungsphase für den 27. Karrieretag Familienunternehmen läuft: Ab sofort können sich Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen – insbesondere Ingenieure, Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler (m/w/d) – sowie Young Professionals und Führungskräfte für die Zulassung zur 27. Auflage der Recruiting- und Kontaktmesse bewerben. Geplant ist die Veranstaltung am 18. März 2022 auf dem Campus der Wolff & Müller Holding GmbH & Co. KG in Stuttgart, Bewerbungsschluss ist der 14. Februar 2022.

Wolff & Müller baut auf Vielfalt – und rückt dieses Thema als Gastgeber in den Fokus des Karrieretages Familienunternehmen“, so der Geschäftsführende Gesellschafter Dr. Albert Dürr. „Ein Wertesystem, eine klare Haltung und die Wertschätzung aller Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartner nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Unterschiedlichkeit: All das ist typisch für Familienunternehmen und gilt natürlich auch in der Bauwirtschaft. Beim Planen und Bauen arbeiten die unterschiedlichsten Gewerke, aber auch Kulturen Hand in Hand. Vielfältig sind auch die Aufgaben und Karrierechancen, die wir als Vorreiter für digitales und nachhaltiges Bauen anbieten. Wir suchen nicht nur in den klassischen Bauberufen Verstärkung, sondern in vielen Bereichen – von kaufmännischen bis zu MINT-Berufen.“

VWI-Mitglieder: Wildcards für den 27. Karrieretag Familienunternehmen

Der Karrieretag wurde von führenden Familienunternehmen, dem Entrepreneurs Club und der Stiftung Familienunternehmen ins Leben gerufen und hat sich als Veranstaltung für High Potentials fest etabliert. Zu der Veranstaltung werden nur akkreditierte Interessenten zugelassen. Der VWI kooperiert mit dem 27. Karrieretag Familienunternehmen. VWI-Mitglieder haben daher die Möglichkeit, von einer begrenzten Zahl von Wildcards im Bewerbungsverfahren zu profitieren: Absolventen (Abschluss ab 2020) sowie Professionals (mit bis zu zehn Jahren Berufserfahrung) geben dafür bitte im Bewerbungsformular das Stichwort „VWI Wildcard“ an.

Weitere Termine und Gastgeber

20. Mai 2022: Goldbeck GmbH, Bielefeld; Bewerbungsschluss: 11. April 2022
1. Juli 2022: Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau; Bewerbungsschluss: 7. Juni 2022
16. September 2022: Hilti Deutschland AG, Kaufering; Bewerbungsschluss: 8. August 2022
25. November 2022: WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg am Main; Bewerbungsschluss: 17. Oktober 2022

Sie sind noch nicht Mitglied im VWI? Hier finden Sie die Antragsunterlagen und Informationen zur Mitgliedschaft.

Wahl VWI-Vorstand

Quelle: VWI Redaktion

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VWI-Vorstand: Mitglieder entschieden per Briefwahl

Am 11. November 2021 hat sich der Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. turnusgemäß zu seiner Mitgliederversammlung getroffen. Wegen der Corona-Lage fand der Termin via Teams statt. Unter anderem wurde dabei der neue VWI-Vorstand für die Amtsperiode vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2023 vorgestellt, den die Mitglieder zuvor per Briefwahl gewählt hatten.

An der Spitze des Verbandes steht in den kommenden zwei Jahren weiterhin Dr.-Ing. Frauke Weichhardt. Vizepräsidenten sind Dipl. Wirt.-Ing. (FH) Matthias Maroske und Prof. Dr.-Ing. Hartmut Zadek, Schatzmeister ist Prof. Dr. Heiner Diefenbach. Weitere Mitglieder des Gremiums sind M.Sc. Jürgen Baumgärtner, Dipl. Wirt.-Ing. Bernhard Kleinermann, M.Sc. Franziska Klemme, M.Sc. Sabrina Richter, Dipl. Wirt.-Ing. Maximilian Russig und Prof. Dr. Christian Schuchardt.

Ein ausführlicher Bericht zur Ressortaufteilung im VWI-Vorstand folgt nach der ersten offiziellen Sitzung des neu gewählten Gremiums, die für Mitte Januar 2022 geplant ist. Zudem steht für die neue Amtsperiode noch die Wahl der Studentischen Vorstandsmitglieder aus. Diese wird Anfang Dezember 2021 bei der Hochschulgruppenversammlung im niederbayerischen Deggendorf stattfinden.

Der Vorstand des VWI ist für alle Aktivitäten des Verbandes verantwortlich und wird durch den Geschäftsführer und das Team der Geschäftsstelle unterstützt. Hinzu kommt für strategische Belange der Beirat, der mit Persönlichkeiten besetzt ist, die dem Wirtschaftsingenieurwesen nahe stehen.

Autobahn-Chef Krenz

Quelle: Autobahn GmbH

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Autobahn-Chef Krenz: „Wir müssen schneller planen und bauen“

Um den Zustand des Autobahnnetzes, die Hürden für dessen Instandhaltung und Erweiterung sowie um die Chancen, welche die Digitalisierung für das bessere Management der Verkehrsflüsse bietet, drehte sich das jüngste Business Breakfast von VWI und Berlin Capital Club. Wirtschaftsingenieur Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, war Gast der einstündigen Veranstaltung am 9. November, an der die Gäste sowohl vor Ort im BCC als auch via Teams teilnehmen konnten.

Seit dem 1. Januar 2021 ist die Autobahn GmbH des Bundes bundesweit für Planung, Bau, Betrieb, Erhalt, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung der deutschen Autobahnen zuständig. Das neue Unternehmen soll das Wissen und das Können von Fachleuten aus allen 16 Ländern bündeln. „Aus 16 Behörden ein Unternehmen zu machen, ist ein Merger, der sich gewaschen hat“, so Autobahn-Chef Krenz. Die Stabilisierung der noch jungen Organisation ist daher nach innen das dominierende Thema.

Nach außen gibt es mehrere Spannungsfelder. „Die Infrastruktur ist nicht so, wie sie sein sollte“, so Krenz mit Blick auf das Autobahnnetz und speziell den Zustand vieler Brücken. „Wir werden weiter kräftig bauen müssen.“ Das ist jedoch häufig leichter gesagt, als getan, denn zwischen dem Planen und dem Bauen findet die Planfeststellung statt – ein klageanfälliger und daher kritischer Punkt, dessen lange Dauer Krenz kritisiert. „Die Abläufe sind zäh. Aber ohne Baurecht können Sie nunmal nicht bauen.“

Um dem Thema Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen und zudem die Flächen intelligent zu nutzen, wird parallel zu den Autobahnen sowohl die Schnellladeinfrastruktur ausgebaut als auch die Energieerzeugung beispielsweise mit Photovoltaik. Gleichzeitig muss das Unternehmen die zentrale Frage im Blick behalten, wie Verkehre künftig gemanagt werden sollen. Die Kapazität des Autobahnnetzes ist eine gegebene Größe, aber die Verkehrszahlen steigen und der Anteil des Schwerlastverkehrs nimmt deutlich zu. Die Autobahn GmbH setzt daher auf die neuen Möglichkeiten, welche die Digitalisierung und das autonome Fahren bringen werden – von der intelligenten Verkehrsführung bis hin zur dynamischen Temporegulierung. Autobahn-Chef Krenz: „Wir werden alles vernetzen, was auf der Autobahn fährt, um die Verkehrsflüsse zu optimieren.“

Im Juni war der frühere Volkswagen-Vorstand Jochem Heizmann auf Einladung des VWI beim Business Breakfast im Berlin Capital Club zu Gast. Thema der Veranstaltung war „Der Transformationsprozess in der Automobilindustrie“.

 

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KREATI© 2021: Finale in Aachen

In der letzten Oktoberwoche fand das Finale des KREATI© 2021 statt. Neben zwei spannenden Fallstudien von der Telekom IT und dem FIR e.V. an der RWTH Aachen gab es für die Teilnehmenden noch Workshops von Horbach und Capgemini Invent. Herzlichen Glückwunsch dem Gewinnerteam aus Aachen! Den zweiten Platz erreichte ein Team aus Heidenheim und Berlin, den dritten Platz das Team aus Bremen.

KREATI© 2021

Das Rahmenprogramm der KREATI©-Finalrunde bestand aus einem Wine Tasting mit Arthur D. Little und einer Stadtführung durch Aachen. Am letzten Abend wurde die Finalwoche mit dem Galadinner mit rund 70 Gästen beendet. Dabei trafen sich die Teilnehmenden, Abgesandte der Unternehmen, Helfende und Mitglieder der VWI-Hochschulgruppe Aachen, Schirmherr Matthias Maroske, die Studentischen Vertreter des VWI sowie die Projektleitung des KREATI© 2022 aus München.

KREATI© 2021 war über das gesamte Jahr hinweg eine erfolgreiche Veranstaltung. Bei der Online-Vorrunde, den Halbfinals und der Finalwoche als Highlight der Veranstaltung konnten etwa 160 Studierende aus ganz Deutschland an dem Wettbewerb teilnehmen und mit Kreativität und Teamwork innovative Lösungen für verschiedene Fallstudien finden. Die Projektleitung bedankt sich an dieser Stelle noch einmal bei allen Kooperationspartnern, die diesen Wettbewerb 2021 möglich gemacht haben.

KREATI© 2021

Der Fallstudienwettbewerb KREATI© 2022 wird von der VWI Hochschulgruppe München organisiert. Wir freuen uns auf einen spannenden Wettbewerb.

Von Marie-Theres Tschauner, Projektleitung KREATI© 2021

Kulturpreis Bayern

Quelle: Alex Schelber

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Kulturpreis Bayern: Auszeichnung für Wirtschaftsingenieure

Der Kulturpreis Bayern in der Sparte Wissenschaft geht in diesem Jahr unter anderem an zwei Wirtschaftsingenieure. Einer von ihnen ist Alexander Huber. In seiner Masterarbeit zum Abschluss des Studiengangs MBA and Engineering an der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule München hat er untersucht, wie die verkürzte und immer komplexere Entwicklungsphase in der Automobilbranche nachhaltig und effizient gestaltet werden kann.

Um die Entwicklung neuer Technologien zu verkürzen und die Kosten zu reduzieren, setzen Automobilhersteller auf bereits bestehende Prototypen. Diese werden auf neue Techniken umgerüstet, zum einen mit Elektrik- und Elektronik-Komponenten (E/E), zum anderen mit mechanischen Teilen. „Die Umrüstungen werden aktuell nicht im notwendigen Maße kombiniert, obwohl bei Großteilen der mechanischen Umrüstungen auch eine E/E-Komponente mitgetauscht wird“, sagt Alexander Huber: „Bei Steuergeräten muss nicht nur die Hardware, sondern auch die Software berücksichtigt werden. Wenn die Komponenten nicht kompatibel sind, führt das zu großen Funktionseinschränkungen im Betrieb des Fahrzeugs.“ Das koste Zeit und Geld. In seiner Abschlussarbeit hat der Wirtschaftsingenieur daher in Kooperation mit einem weltweit agierenden Automobilhersteller die bestehenden Prozessketten auf ihre Synergieeffekte untersucht und einen Pilotprozess definiert. Das Ergebnis nennt er „eine zukunftsfähige Prozessharmonisierung“.

Weiterer Preisträger ist Marvin Goetze. In seiner Masterarbeit im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Hochschule Aschaffenburg geht er der Frage auf den Grund, wie produzierende Unternehmen Energie einsparen können.

Die energetische Sanierung von Gebäuden ist ein wichtiger Ansatz für die Energiewende, der auch in der Industrie und beim Bau von Produktionshallen Beachtung findet. „Ein Aspekt, der aber bei der energetischen Analyse von Fabriken weniger betrachtet wird, ist die Steuerung der Produktion an sich“, sagt Marvin Goetze. Er hat mit seiner Masterarbeit diese Lücke geschlossen und die Einsparungspotenziale in der Produktion von Industrieunternehmen untersucht. In seiner Fallstudie entwickelte er eine Methode, mit der sich der Energiebedarf bei der Herstellung eines einzelnen Produktes entlang der Wertschöpfungskette ermitteln lässt. Mit einem Simulationswerkzeug gelang es Goetze, die unterschiedlichen Maschinen, Anordnungen und andere Parameter der untersuchten Produktionslinie zu modellieren. So konnte er die Auswirkungen verschiedener Maßnahmen auf den Gesamtenergiebedarf eines hergestellten Produkts ermitteln, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus dem Blick zu verlieren.

Seit 2005 verleiht das Bayernwerk den Kulturpreis Bayern für herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft. Ausgezeichnet werden Künstler in Bayern für ihr bedeutendes künstlerisches Wirken sowie Absolventen und Doktoranden der bayerischen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und staatlichen Kunsthochschulen. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht zusätzlich einen Sonderpreis.

EaaS

Quelle: Pixabay

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EaaS: Investitionsgüter nutzen statt besitzen

Voraussetzungen, Hemmnisse und Erfolgsfaktoren des Geschäftsmodells Equipment-as-a-Service (EaaS) haben jetzt Studierende rund um Wirtschaftsingenieur Prof. Dr.-Ing. Matthias Schlipf von der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Hochschule München analysiert (Equipment-as-a-Service Market Study 2021). Das Prinzip „Nutzen statt Besitzen“ ist in vielen Bereichen der Gesellschaft angekommen – Leasing, Asset-as-Service (AAS), Pay-per-Use (PPU). Eine effiziente Nutzung von Investitionsgütern ist der Kern von EaaS.

Im Vergleich zum klassischen Verkauf wird beim EaaS-Modell vom herstellenden Unternehmen dem Nutzer bespielweise eine Maschine gegen eine Gebühr bereitgestellt. Der Hersteller ist für die Wartung, den Service sowie für die Verbrauchsgüter und die Ersatzteile verantwortlich. Der Nutzer kann so die einmaligen Investitionsausgaben reduzieren oder sogar komplett einsparen und gibt das operative Risiko zum Teil an das Herstellerunternehmen ab. Leistung und Nutzungsgebühr können individuell festgelegt werden, etwa im Zuge einer monatlichen Abrechnung oder nach dem Pay-per-Use-Modell, das heißt nach der tatsächlichen Auslastung. Für die Hersteller ergeben sich vielfältige Vorteile durch die engere Kundenbindung über einen einfachen Produktlebenszyklus hinaus.

Der HM-Analyse zufolge stimmen mehr als 75 Prozent der befragten Unternehmen den Kern-Vorteilen von EaaS-Geschäftsmodellen zu. Positiv bewerten sie etwa die Kostenoptimierung der Wartungsarbeiten, die Förderung von innovativen Produkten und Technologien – wie IoT und Remote Services – sowie mehr Planungssicherheit bei der Finanzierung von Investitionsgütern. Die engere Kundenbindung wird bei Teilnehmern der DACH-Region mit etwa 96 Prozent und bei Mitgliedern der Geschäftsführung mit rund 95 Prozent Zustimmung als größter Vorteil von EaaS-Modellen gesehen. 75 Prozent der Teilnehmer aus Nicht-DACH-Regionen erwarten, dass EaaS den festen Kauf eines Investitionsgutes größtenteils ablösen wird – in der DACH-Region ist man hier skeptischer, und nur 46 Prozent der Teilnehmer stimmen dieser Aussage zu.

Als Kern-Hindernisse von EaaS nannten die Befragten die Sorge um Datensicherheit, fehlendes Wissen über die Anwendung und Implementierung von EaaS sowie fehlende Angebote und Anbieter. „Es besteht großes Potenzial für EaaS-Leistungen, sobald diese Hindernisse überwunden werden“, so Wirtschaftsingenieur Schlipf. Das Stimmungsbild zeige, dass EaaS – gerade im Hinblick auf Digitalisierung und ökologische Nachhaltigkeit – sowohl unternehmens- als auch branchenübergreifend ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell sei.

Basis des Stimmungsbilds sind zahlreiche Experteninterviews, vornehmlich im Bereich Maschinen- und Anlagenbau, sowie eine Online-Umfrage im Zeitraum 2020/2021 unter 322 Teilnehmernden aus diversen internationalen Unternehmen des Investitionsgütersegments.