Social Media

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Social Media: Karrierewerkzeug für WiIngs

Social Media hat sich zu einem zentralen Werkzeug für professionelles Networking und Karriereentwicklung entwickelt. Für Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure ergibt sich daraus die Chance, ihre Karrierechancen zu verbessern. Durch gezieltes Personal Branding und professionelles Netzwerken können sie ihre Sichtbarkeit auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Die strategische Nutzung von Social Media umfasst die Auswahl der richtigen Plattformen und die Erstellung von Inhalten, welche die eigene Expertise widerspiegeln. Angesichts der stetigen Entwicklungen in digitalen Netzwerken ist es entscheidend, Trends zu verfolgen und Social-Media-Aktivitäten anzupassen, um sich erfolgreich in der Branche zu positionieren.

10 interessante Fakten über Social Media

  1. Social Media hat sich als entscheidendes Instrument für WiIngs zur Karriereentwicklung und Positionierung im Berufsfeld etabliert.
  2. Plattformen wie LinkedIn, Xing und Twitter ermöglichen es Fachleuten, ihr Netzwerk zu erweitern und als Experten in ihrem Bereich anerkannt zu werden.
  3. Die regelmäßige Aktualisierung von Social-Media-Profilen ist essenziell, um Karrierechancen zu verbessern und berufliche Erfolge sichtbar zu machen.
  4. Eine effektive Content-Strategie, die sowohl originäre Beiträge als auch kuratierte Inhalte umfasst, steigert die Sichtbarkeit und fördert das professionelle Image.
  5. Aktive Interaktion und Engagement auf Social-Media-Plattformen sind unerlässlich, um die Reichweite zu erhöhen und wertvolle Verbindungen zu knüpfen.
  6. Die Herausforderungen beim Einsatz von Social Media beinhalten Datenschutzbedenken, Zeitmanagement und den professionellen Umgang mit Kritik.
  7. Tools zur Automatisierung und Analyse von Social-Media-Aktivitäten unterstützen eine effiziente Nutzung und Erfolgsmessung.
  8. Die kontinuierliche Weiterbildung über neue Funktionen und Trends in sozialen Netzwerken ist notwendig, um effektiv zu bleiben.
  9. Die Pflege eines authentischen Personal Brandings, das die eigenen Stärken und beruflichen Leidenschaften widerspiegelt, ist für den Erfolg auf Social Media kritisch.
  10. Langfristig gesehen wird die Bedeutung von Social Media für die Karriereentwicklung weiter zunehmen, was strategische und bewusste Nutzung erfordert, um berufliche Ziele zu erreichen.

Soziale Netzwerke als Drehscheibe beruflicher Möglichkeiten

Social Media hat die Landschaft der Arbeitswelt nachhaltig verändert. Plattformen wie LinkedIn, Xing und Twitter sind längst über ihre ursprüngliche Funktion als Kommunikationskanäle hinausgewachsen und haben sich als unverzichtbare Werkzeuge für die Karriereentwicklung etabliert. Für WiIngs bieten sie die Möglichkeit, ihre Kompetenzen und Berufserfahrungen wirkungsvoll zu präsentieren und direkt mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Dabei nutzen auch Social-Recruiting-Agenturen diese Netzwerke aktiv, um Talente zu identifizieren und anzusprechen, was die Wichtigkeit einer prägnanten Online-Präsenz unterstreicht.

Über die digitale Vernetzung eröffnen sich neue berufliche Perspektiven und tiefe Einblicke in die Unternehmenskultur möglicher Arbeitgeber. Diese Transparenz ermöglicht es Fachkräften, informierte Entscheidungen zu treffen und Unternehmen zu finden, die zu ihren beruflichen Zielen und persönlichen Werten passen. Gleichzeitig kann die aktive Teilnahme an Fachdiskussionen und das Teilen von branchenrelevantem Wissen den eigenen Status als Experte im Fachbereich festigen.

Durch gezieltes Personal Branding und strategisches Networking haben WiIngs die Möglichkeit, ihre Karriere signifikant voranzutreiben. Die Entwicklung von digitalen Kompetenzen und eine bewusste Präsenz in sozialen Netzwerken sind dabei entscheidend. Es geht darum, sich geschickt zu positionieren und eine sichtbare berufliche Identität aufzubauen, die in der modernen, vernetzten Arbeitswelt wahrgenommen wird. Die Fähigkeit, Social Media effektiv für die eigene Karriere zu nutzen, ist somit zu einem Schlüsselfaktor für beruflichen Erfolg geworden. WiIngs, die diese digitalen Plattformen strategisch einsetzen, können sich in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Arbeitsmarkt erfolgreich behaupten und ihre beruflichen Chancen maßgeblich verbessern.

Wichtigste Social-Media-Plattformen und ihre Zielgruppen

Für WiIngs sind insbesondere LinkedIn und Xing die Schlüsselplattformen, da sie speziell auf berufliches Networking und Karriereentwicklung ausgerichtet sind. LinkedIn bietet global vernetzte Möglichkeiten und Zugang zu einer breiten Palette von Industrien, während Xing besonders im deutschsprachigen Raum stark vertreten ist. Beide Plattformen ermöglichen es, berufliche Erfahrungen und Fähigkeiten zu präsentieren, sich mit Fachkollegen zu vernetzen und sich über branchenspezifische News zu informieren. Twitter kann ebenfalls nützlich sein, um Gedankenführerschaft in einem bestimmten Bereich zu etablieren, indem man branchenrelevante Inhalte teilt und an Fachdiskussionen teilnimmt. Instagram und Facebook bieten Potenzial für das Personal Branding, indem sie einen Einblick in die Persönlichkeit hinter dem beruflichen Profil geben.

Personal Branding: Sich als Marke etablieren

Personal Branding ist der Prozess, durch den WiIngs ihre einzigartigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Werte definieren und kommunizieren, um sich als Marke zu etablieren. Dies beinhaltet die konsistente Präsentation von sich selbst über verschiedene Social-Media-Kanäle, um eine erkennbare und ansprechende berufliche Identität zu schaffen. Durch regelmäßiges Posten von qualitativ hochwertigen Inhalten, die Fachwissen und Einblicke in die eigene Arbeit bieten, können WiIngs ihre Sichtbarkeit erhöhen und als Experten in ihrem Feld anerkannt werden. Ein authentischer Auftritt, der die persönlichen Stärken und beruflichen Leidenschaften widerspiegelt, ist dabei essenziell, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen.

Networking: Verbindungen aufbauen und pflegen

Effektives Networking auf Social Media geht über das bloße Sammeln von Kontakten hinaus. Es erfordert aktive Bemühungen, um sinnvolle Beziehungen zu Kollegen, Branchenführern und potenziellen Arbeitgebern aufzubauen und zu pflegen. Dies kann durch das Kommentieren und Teilen von Beiträgen, die Teilnahme an Gruppendiskussionen sowie das Initiieren von Gesprächen über Direktnachrichten erfolgen. Ein zielgerichteter Austausch und das Teilen von Wissen stärken nicht nur die eigene Position im Netzwerk, sondern öffnen auch Türen zu neuen beruflichen Chancen und Kollaborationen. Dabei ist Kontinuität und Authentizität entscheidend, um langfristige und fruchtbare Beziehungen zu etablieren.

Content-Strategie: Was posten? Wann posten?

Eine erfolgreiche Content-Strategie ist das Herzstück jeder Social-Media-Aktivität. WiIngs sollten Inhalte teilen, die ihre Fachkompetenz und Branchenkenntnisse hervorheben, dabei jedoch auch persönliche Einblicke gewähren, um Authentizität zu vermitteln. Die Entscheidung, was und wann zu posten, hängt von der Zielgruppe ab. Analyse der besten Zeiten für Engagement und die Nutzung von Trends können die Sichtbarkeit erhöhen. Es ist wichtig, einen ausgewogenen Mix aus originären Beiträgen, wie Artikel und Erfahrungsberichte, und kuratierten Inhalten, die relevante Branchennachrichten und -trends aufgreifen, zu erstellen. Regelmäßigkeit ist dabei entscheidend, um in den Feeds präsent zu bleiben, ohne jedoch die Follower mit zu vielen Posts zu überfluten.

Interaktion und Engagement: Wie man seine Reichweite erhöht

Um die Reichweite auf Social Media zu erhöhen, ist es unerlässlich, nicht nur Inhalte zu posten, sondern auch aktiv mit der Community zu interagieren. Das Kommentieren, Teilen und Beantworten von Nachrichten fördert das Engagement und baut Beziehungen auf. Die Teilnahme an relevanten Diskussionen und das Verwenden von branchenspezifischen Hashtags kann helfen, eine größere Zielgruppe zu erreichen. Ein Schlüssel zum Erfolg ist es, konsistent zu interagieren und Echtzeit-Feedback zu geben, was zeigt, dass man ein aktiver und engagierter Teil der Community ist. Durch die Pflege dieser Interaktionen können WiIngs ihr Netzwerk erweitern und ihre Online-Präsenz stärken.

Analyse und Anpassung: Erfolgsmessung der Social-Media-Aktivitäten

Die kontinuierliche Analyse und Anpassung der Social-Media-Strategie ist entscheidend, um den Erfolg zu messen und die Aktivitäten zu optimieren. Die meisten Plattformen bieten detaillierte Analysen, die Einblicke in Reichweite, Engagement und Entwicklung der Follower-Zahl geben. Diese Daten ermöglichen es zu verstehen, welche Inhalte am besten funktionieren und zu welchen Zeiten die Zielgruppe am aktivsten ist. Basierend auf diesen Erkenntnissen können WiIngs ihre Strategie feinjustieren, um ihre Ziele effektiver zu erreichen. Regelmäßige Bewertungen und Anpassungen gewährleisten, dass die Social-Media-Bemühungen im Einklang mit den sich ändernden Trends und den Bedürfnissen der Zielgruppe bleiben.

Herausforderungen und Lösungsansätze

Die Nutzung von Social Media birgt neben zahlreichen Chancen auch spezifische Herausforderungen. Eines der Hauptprobleme ist die Wahrung der Privatsphäre und des Datenschutzes. In der digitalen Welt ist es entscheidend, sensibel mit persönlichen Informationen umzugehen und den Datenschutzeinstellungen auf den genutzten Plattformen besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Eine Lösung hierfür ist, regelmäßig die Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen und sich bewusst zu sein, welche Informationen öffentlich geteilt werden.

Ein weiteres Problem stellt der Umgang mit Kritik und negativem Feedback dar. In sozialen Netzwerken können negative Kommentare schnell eine große Reichweite erlangen. Wichtig ist, professionell und überlegt zu reagieren. Eine Strategie kann sein, auf konstruktive Kritik sachlich zu antworten und aus jedem Feedback zu lernen, während man ungerechtfertigte Angriffe ignoriert oder in einem professionellen Rahmen adressiert.

Zeitmanagement ist ebenfalls eine Herausforderung, da Social Media sehr zeitintensiv sein kann. Die Lösung liegt in der effizienten Planung und Nutzung von Tools zur Automatisierung von Posts und zur Überwachung von Aktivitäten. So kann vermieden werden, dass zu viel Zeit in Social Media fließt, die sonst für andere berufliche Aufgaben oder persönliche Interessen genutzt werden könnte.

Zuletzt ist die ständige Weiterbildung über neue Funktionen und Trends in sozialen Netzwerken notwendig, um effektiv zu bleiben. Hier helfen regelmäßige Fortbildungen und der Austausch mit anderen Fachleuten, um auf dem Laufenden zu bleiben und die eigenen Social-Media-Strategien kontinuierlich zu verbessern.

Fazit

Social Media hat sich als unverzichtbares Instrument für WiIngs etabliert, um ihre Karriere voranzutreiben und sich in einem dynamischen Berufsfeld zu positionieren. Durch den strategischen Einsatz von Plattformen wie LinkedIn, Xing und Twitter können Fachleute nicht nur ihr Netzwerk erweitern und ihre Sichtbarkeit erhöhen, sondern auch als Experten in ihrem Bereich anerkannt werden. Die Herausforderungen, die mit der Nutzung von Social Media einhergehen – wie Datenschutzbedenken, Zeitmanagement und der Umgang mit negativem Feedback – erfordern jedoch eine durchdachte Herangehensweise und kontinuierliche Anpassung der eigenen Strategien.
Blickt man in die Zukunft, so wird die Bedeutung von Social Media für die Karriereentwicklung nur noch weiter zunehmen. WiIngs, die lernen, diese Werkzeuge effektiv zu nutzen, indem sie relevante Inhalte teilen, sich aktiv in ihrer Community engagieren und ihre Online-Präsenz sorgfältig pflegen, werden besser positioniert sein, um die sich bietenden beruflichen Chancen zu ergreifen. Die Investition in das eigene Personal Branding und die kontinuierliche Weiterbildung im Bereich der digitalen Kommunikation sind Schlüsselelemente, um Social Media erfolgreich als Karrieresprungbrett zu nutzen und in der modernen Arbeitswelt erfolgreich zu sein.

FAQ: Social Media als Karrierespringbrett

Wie oft sollte ich meine Social Media Profile aktualisieren, um meine Karrierechancen zu verbessern?
Eine regelmäßige Aktualisierung Ihrer Social-Media-Profile ist entscheidend, um Ihre Karrierechancen zu maximieren. Idealerweise sollten Sie Ihr Profil alle drei bis sechs Monate überprüfen und aktualisieren, um sicherzustellen, dass alle Informationen – insbesondere zu Ihrer beruflichen Erfahrung, Kompetenzen und Bildung – auf dem neuesten Stand sind. Bei beruflichen Veränderungen oder neuen Qualifikationen sollten Updates umgehend erfolgen, um Ihre Erfolge sichtbar zu machen.

Wie kann ich negative Erfahrungen auf Social Media professionell handhaben?
Bei negativen Erfahrungen auf Social Media ist es wichtig, professionell und besonnen zu reagieren. Konstruktive Kritik bietet die Möglichkeit, aus Feedback zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Bei ungerechtfertigten Angriffen ist es ratsam, emotional distanziert zu bleiben und, wenn nötig, das Gespräch in einen privaten Rahmen zu verlagern oder den Nutzer zu blockieren. Wahren Sie stets einen professionellen Ton, um Ihre Reputation zu schützen.

Wie wichtig ist die Interaktion mit Inhalten anderer auf Social Media für meine Karriere?
Die Interaktion mit Inhalten anderer auf Social Media ist sehr wichtig, um Sichtbarkeit und Netzwerk zu erweitern. Durch das Kommentieren, Teilen und Liken von Beiträgen zeigen Sie Präsenz und Engagement in Ihrer Fachgemeinschaft. Diese Aktivitäten können zu neuen Verbindungen führen und Ihre Expertise unterstreichen. Eine aktive Beteiligung fördert nicht nur die eigene Sichtbarkeit, sondern unterstützt auch den Aufbau von Beziehungen und den Austausch von Wissen.

Wie messe ich den Erfolg meiner Social-Media-Aktivitäten in Bezug auf meine Karriereentwicklung?
Den Erfolg Ihrer Social-Media-Aktivitäten können Sie anhand verschiedener Indikatoren messen, wie dem Wachstum Ihres Netzwerks, der Anzahl der Interaktionen (Likes, Kommentare, Shares) und dem Erhalt von Jobangeboten oder beruflichen Anfragen. Tools zur Analyse von Social Media bieten detaillierte Einblicke in Ihre Reichweite und Engagement-Raten. Langfristig ist der erfolgreichste Maßstab jedoch die Erreichung Ihrer beruflichen Ziele durch die Nutzung von Social Media.

Ein Gastbeitrag von Matthäus Schwitalla, Gründer & Geschäftsinhaber Easy Talents

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Benefizaktion: Vor-Weihnachtliche Initiative spendet 4000 Euro

Zum elften Mal in Folge hat der VWI im Jahr 2023 seine Vor-Weihnachtliche Initiative organisiert – und konnte an den Erfolg der Vorjahre anknüpfen. Insgesamt 4000 Euro sammelten die Mitglieder bei zahlreichen regionalen Veranstaltungen im Rahmen der Benefizaktion. Ein besonders großes Dankeschön geht an die VWI-Hochschulgruppen in Erlangen-Nürnberg, München, Bayreuth, Karlsruhe und Berlin für ihren Beitrag zum Erfolg bei der Erreichung des Spendenziels. Das Geld wird im Frühjahr an Save the Children übergeben. Die Mittel werden dann für vielfältige Projekte zur Nothilfe bei Naturkatastrophen oder in Kriegsgebieten eingesetzt. In zahlreichen Ländern sind die Lebensbedingungen für Millionen von Kindern äußerst prekär, da sie von Bombardierungen, Hunger und Krankheiten wie Cholera und Diphtherie bedroht sind. Trotz der unsicheren Situation in diesen Regionen sind Teams von Save the Children vor Ort aktiv, um Kindern und ihren Familien Unterstützung zu bieten, beispielsweise mit sauberem Trinkwasser, Grundnahrungsmitteln und Lernmaterialien.

Save the Children setzt sich weltweit in rund 120 Ländern für die Rechte aller Kinder auf Gesundheit und Überleben, Schule und Bildung sowie Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Gefahren im Not- und Katastrophenfall ein. Eins der Hauptthemen, mit dem sich Save the Children zurzeit beschäftigt, ist „Hunger und Mangelernährung“. Genau da setzte das Leitthema der Vor-Weihnachtlichen Initiative 2023 an.

Bis zu 45 Prozent der Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren ist auf Hunger und Mangelernährung zurückzuführen, das bedeutet, dass diese Kinder keinen oder nicht ausreichend Zugang zu Nahrung haben, mit der ihr Nährstoffbedarf gedeckt werden kann. Unterernährung trägt zu einer eingeschränkten körperlichen wie auch kognitiven Entwicklung bei. Kinder, die hungern, leiden also ihr ganzes Leben darunter. Folgen sind ein geschwächtes Immunsystem, schwere Erkrankungen, Schwierigkeiten in der Schule und damit schlechtere Chancen auf eine Ausbildung und geregeltes Einkommen.

Save the Children sagt ganz klar: Eine Welt ohne Hunger ist möglich! Kein Kind sollte sterben, weil es zu wenig zu essen hat.

Spenden zu 100 Prozent für Save the Children

VWI-Mitglieder haben das Projekt in der Adventszeit 2023 unterstützt, indem sie Punsch oder Glühwein tranken: Statt sich das Pfand für den Becher selbst zurückzuholen, gaben sie den Becher oder auch das Pfand an den Organisator – also an jemanden aus der Gruppe vor Ort, der sich dazu bereit erklärt hatte, das Geld einzusammeln und es dann auf das eingerichtete Spendenkonto einzuzahlen. Zudem sammelten Mitglieder durch den Verkauf von Glühwein oder Waffeln an der Hochschule oder Universität Spenden. Der erreichte Betrag geht zu 100 Prozent an das oben genannte Projekt.

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Celine Höpfner (Bundesteam, links) und Franziska Kroggel (VWI-Vorstand) mit Geschäftsführer Thomas Ritter sowie VWI-Präsidentin Dr.-Ing Frauke Weichhardt (rechts) im Rahmen der ersten Vorstandssitzung Ende Januar.

 

 

Innovationsstandort: Automatisiertes und vernetztes Fahren

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Innovationsstandort: Automatisiertes und vernetztes Fahren

Aus Sicht des Expertenkreises Transformation der Automobilwirtschaft (ETA) ist Deutschland als Industrie- und Innovationsstandort grundsätzlich gut gerüstet für die Zukunft des autonomen Fahrens. Um automatisierte und vernetzte Fahrzeuge (AVF) auch wirklich auf die Straße zu bringen, seien nun aber konkrete und zügige Maßnahmen notwendig, so der Expertenkreis in seinem aktuellen Strategiepapier „Automatisiertes und vernetztes Fahren auf die Straße bringen – Empfehlungen zum Markthochlauf in Deutschland“. Das Strategiepapier identifiziert fünf Handlungsfelder, die aus Sicht des Expertenkreises entscheidend für die weitere Entwicklung dieser Zukunftstechnologie und ihren tatsächlichen Einsatz im Straßenverkehr sind. Dazu gehören sowohl technologische Herausforderungen als auch die Akzeptanz in der Bevölkerung. Als aktuell besonders wichtig gilt die Umsetzung des automatisierten und vernetzten Fahrens von der prinzipiellen Erprobung in den Regelbetrieb. Alle Empfehlungen sollen daher dazu dienen, dass sie die Umsetzung von skalierbaren und innovativen AVF-Systemen im Regelbetrieb erleichtern und ambitioniert vorantreiben sollen.

Auch eine Studie des Fraunhofer IAO und des Center of Automotive Management (CAM) hat Herausforderungen und Handlungsempfehlungen mit Blick darauf formuliert, Deutschland zu einem führenden Innovationsstandort für das autonome Fahren zu machen. Zwei Maßnahmen sind demnach entscheidend, damit sich das automatisierte Fahren in der Breite durchsetzen kann: Zum einen müssen die beteiligten Akteure miteinander vernetzt, befähigt und motiviert werden, damit Produkte im Bereich des automatisierten und vernetzten Fahrens Marktreife erlangen sowie praktische Hürden überwunden und gewinnbringende Geschäftsmodelle entwickelt werden. Dazu empfehlen die Studienautoren die Einrichtung einer nationalen Koordinationsstelle für automatisiertes und vernetztes Fahren. Zum anderen müssen Hürden auf behördlicher Seite aus dem Weg geräumt werden, womit beispielsweise die bundesweite Vereinheitlichung und unbürokratische Definition von Genehmigungsprozessen gemeint ist. Ein weiterer Erfolgsfaktor für das automatisierte Fahren ist das Vorhandensein von HD-Karten sowie die Bereitstellung von Verkehrsinformationen. Um diese Karten- und Verkehrsdaten empfangen zu können, ist außerdem ein flächendeckender Mobilfunkausbau notwendig.

Industrielle Abwärme: Mit Kolbenmaschine zu mehr Strom

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Industrielle Abwärme: Mit Kolbenmaschine zu mehr Strom

Das Spin-off Etavalve will industrielle Abwärme mit Hilfe einer neu entwickelten Kolbenmaschine künftig effizienter nutzen, als es mit heute gängigen Methoden möglich ist, die mit Turbinen arbeiten. Da Zylinder und Kolben einen geschlossenen Raum bilden, erfolgen Kompression und Expansion des Prozesses in beinahe idealer Weise, was eine äußerst hohe Energieausbeute ermöglicht. Die Abwärme wird über die Kolben in mechanische Kraft umgewandelt, mit der schließlich Strom erzeugt wird. Aber erst dank einer neuartigen flexiblen Steuerung der Ventile wird dieser Prozess überhaupt umsetzbar.

Entstanden ist die Idee bei einem anderen Empa-Projekt, bei dem über Jahre hinweg an einer innovativen Ventilsteuerung für Verbrennungsmotoren gearbeitet wurde. Ergebnis: Elektrohydraulisch betätigte Ventile ermöglichen es, den Gaswechsel viel flexibler als bei herkömmlicher Nockenwellentechnologie zu gestalten. In einem Ottomotor ließ sich der Treibstoffverbrauch so im typischen Normalbetrieb für Pkw um rund 20 Prozent senken. Mittlerweile wird dieser Ansatz für treibstoff-flexible Motoren von Nutzfahrzeugen zusammen mit einem Lkw-Hersteller weiterentwickelt.

An dem Einsatz dieser Technologie im Bereich industrielle Abwärme arbeitet nun Etavalve, ein Spin-off der Empa und der ETH Zürich. Turbinen sind den Gründern Andyn Omanovic, Patrik Soltic und Wolfgang Schneider zufolge vor allem für hohe Temperaturen und bei Leistungsanforderungen von mehreren hundert Megawatt effektiv. Für Temperaturbereiche von etwa 500 bis 900 Grad, bei denen die Abwärme unregelmässig anfällt, und bis zum Leistungsbereich von einigen Megawatt sei Etavalves Kolbenmaschine besser geeignet. Das Potenzial ist hoch: Für Deutschland beispielsweise wurde 2016 die Menge der industriellen Abwärme über 300 Grad auf rund 10 Terawattstunden pro Jahr beziffert.

Als aussichtsreich gilt auch die Nutzung von Abwärme aus Pyrolyseanlagen, die Biomasse in Pflanzenkohle verwandeln, um Kohlenstoff dauerhaft zu binden. Dabei fällt als Nebenprodukt sogenanntes Schwachgas an, das Methan und gasförmige Schadstoffe enthält und nach dem Willen des Gesetzgebers verbrannt werden muss. Das geschieht zuweilen mit einer Gasfackel ohne jegliche Verwertung der Energie. Etavalve will auch diese Hitze nutzen, um mit der Kolbenmaschine Strom zu erzeugen. Bis Anfang 2025 soll für die Energieversorgerin IWB in Basel, die den Aufbau von Pflanzenkohle-Anlagen in der Schweiz vorantreibt, eine Pilotmaschine entstehen – ausgelegt und realisiert eigens für die spezifischen Eigenschaften der Abwärme, die bei der Pyrolyse anfällt. Rund ein Jahr später soll eine Kleinserie von Kolbenmaschinen an ein Unternehmen geliefert werden, das auf Anlagen für die Verbrennung von Schwachgasen aus Deponien oder der Biogasaufbereitung spezialisiert ist.

Die Etavalve-Gründer sind zuversichtlich, dass ihre Technologie in absehbarer Zeit auf den Markt kommen und dort bestehen kann – obwohl einige technische Details wie temperaturbeständige Materialien für die Maschine und die Regelungsstrategie für den thermodynamischen Prozess noch zu meistern sind. Immerhin lässt sich die erste Pilotmaschine schon fast kostendeckend herstellen und betreiben – den Gründern zufolgenicht selbstverständlich bei einer innovativen Technologie im aufwändigen Maschinenbau.

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Digital Leadership Academy: Bis zum 14. April 2024 bewerben!

Die Digital Leadership Academy (DLA) ist ein studienbegleitendes Zusatzprogramm für engagierte Masterstudierende sowie Studierende am Ende ihres Bachelors, die sich über ihr Studium hinaus mit der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigen sowie später im Beruf Führungsverantwortung übernehmen möchten. Veranstaltet wird die DLA durch den Institutsteil Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT sowie der Universitäten Bayreuth und Hohenheim in Zusammenarbeit mit den aktuellen Praxispartnern Allianz, Arthur D. Little, KUKA, Schott, Bausparkasse Schwäbisch Hall und Zeiss.

Aus den Reihen des VWI haben bereits einige Verbandsmitglieder an dem Programm teilgenommen, beispielsweise Roberto Kraus Caballero, VWI-Hochschulgruppe Bayreuth und Teilnehmer des zweiten DLA-Jahrgangs: „Die Digital Leadership Academy ist eine hervorragende Weiterbildungsmöglichkeit mit attraktivem Programm, super Softskill-Erweiterung und überzeugenden Inhalten zu den verschiedensten Aspekten der Digitalisierung. Zusätzlich kommt das Networking nicht zu kurz. Alles in allem ist die DLA eine perfekte Ergänzung zum ehrenamtlichen Engagement im VWI und ich kann die Teilnahme nur empfehlen.“

In zwei dreiwöchigen Präsenzphasen werden in interaktiven Formaten wichtige Hard- und Softskills über das normale Studienprogramm hinaus vermittelt. Renommierte Unternehmen gestalten das Programm mit und bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, durch Unternehmensbesuche, Kaminabende und Praktika wertvolle Erfahrungen zu sammeln und spannende Einblicke hinter die Kulissen zu erhalten.

Neben der Vermittlung und Anwendung von Wissen und der Praxisnähe bietet die DLA auch die Möglichkeit, sich mit dem Ziel einer wissenschaftlichen Publikation mit spannenden zukunftsorientierten Fragestellungen auseinanderzusetzen und vertiefte Einblicke in aktuelle Forschungsthemen zu erhalten. Über die Dauer der DLA hinweg werden den Teilnehmenden persönlich erfahrene wissenschaftliche Mentorinnen und Mentoren der Praxispartner zur Seite gestellt.

Die Bewerbung zur aktuellen Auflage ist bis zum 14. April 2024 möglich. Informationen hierzu sowie zum Programm, den Infoveranstaltungen sowie den beteiligten Partnern finden sich auf dem Webauftritt. Ergänzend wird am 4. April. 2024 eine virtuelle Informationsveranstaltung angeboten. Interessierte sind eingeladen, unter dla@uni-bayreuth.de direkt Kontakt aufzunehmen.

Vepackungen: Leitfäden zur Recyclingfähigkeit

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Verpackungen: Recyclingfähigkeit und Rezyklat-Einsatz

Während in Deutschland Papier, Karton, Glas und Metall aufgrund ihrer Sortenreinheit und hohen Wertschöpfung vergleichsweise häufig recycelt werden, gibt es bei Kunststoffverpackungen noch Luft nach oben – zumal die Gesetzgebung immer stärker den Fokus auf die Wiederverwert- und Wiederverwendbarkeit von Verpackungen legt. Denn recyclingfähige Verpackungen haben neben ihren eigentlichen Funktionen wie Produktschutz, Verbraucherinformation und Transportbündelung noch einen weiteren wesentlichen Vorteil: Ihre Materialien können für neue Verpackungen wiederverwendet werden und bleiben so ressourcenschonend im Kreislauf erhalten.

Das Forum Rezyklat hat jetzt Um- und Transportverpackungen unter die Lupe genommen und dabei untersucht, welche Materialien, die in Versandkartonagen, Folien, Displays etc. eingesetzt werden, sich für das Recyceln eignen und welche nicht. Die Ergebnisse sind in zwei kostenfreie Publikationen geflossen, die als Download zur Verfügung stehen: der „Leitfaden zur Bewertung der Recyclingfähigkeit von Transportverpackungen“ und das „Bewertungsmodell für Rezyklat-Einsatz in Transportverpackungsfolien“.

Der „Leitfaden zur Bewertung der Recyclingfähigkeit von Transportverpackungen“ gibt Empfehlungen für umweltfreundliche Verpackungsmaterialien und zeigt, welche Materialien in Um- und Transportverpackungen idealerweise eingesetzt werden. Die Übersicht hilft unter anderem an Lagerstandorten bei der Frage, welches Material aktuell eingesetzt wird und ob es gut recycelbar ist. In einer zweiten Version wurden Kommentare ergänzt, die detailliertere Informationen zur Recyclingfähigkeit von Kartonagen, Verpackungsfolien und anderen Materialarten liefern.

Das „Bewertungsmodell für Rezyklat-Einsatz in Transportverpackungsfolien“ bietet eine detaillierte Bewertung für den Einsatz von recyceltem Kunststoff (Post Consumer Rezyklat, kurz PCR) in Transportverpackungsfolien. Es zeigt auf Basis aktueller technischer Möglichkeiten, bei welchen Anwendungsfällen Rezyklat in Folien sinnvoll eingesetzt werden kann.

Mit den Veröffentlichungen will das Forum Rezyklat Produktherstellern und Händlern sowie weiteren Waren versendenden Unternehmen helfen, den Einsatz von Um- und Transportverpackungen zu optimieren. Die Bewertungen und Empfehlungen sollen sie dabei unterstützen, die Recyclingfähigkeit der Verpackungen zu erhöhen sowie das Material richtig zu trennen, zu sortieren und auch einzusparen. Das Forum Rezyklat wurde 2018 von dm gemeinsam mit Partnern aus der Industrie gegründet. Seit 2021 liegt das Projektmanagement des stetig wachsenden Bündnisses bei GS1 Germany.

Produktsicherheit: Einsatzgebiet für Traceability

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Produktsicherheit: Einsatzgebiet für Traceability

Die EU hat eine neue Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit (VO (EU) 2023/988 – General Product Safety Regulation, GPSR) beschlossen, die ab Dezember 2024 in den Mitgliedstaaten angewendet werden muss. Die Verordnung enthält umfassende Kriterien zur Beurteilung und Gewährleistung der Sicherheit von Produkten. Diese müssen unter anderem durch eine Typen-, Chargen-, Seriennummer oder ähnliche geeignete Elemente identifizierbar sein – und wenn Herstellern Informationen zu von einem Produkt ausgehenden Gefahren vorliegen, müssen sie unverzüglich erforderliche Korrekturmaßnahmen ergreifen, also gegebenenfalls das Produkt zurückrufen sowie die Verbraucher und Behörden informieren. Mit der neuen Verordnung soll sichergestellt werden, dass Produkte für Verbraucher sicherer werden und den europäischen Normen entsprechen.

„Diese EU-Anforderungen erfordern ein Traceability-System in Betrieben“, sagt Olaf Eisele. Der Wirtschaftsingenieur ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fachbereichs Unternehmensexzellenz am ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. in Düsseldorf, dem Forschungsinstitut der Metall- und Elektroindustrie zur Gestaltung der Arbeitswelt. Ein Traceability-System beschreibe die Dokumentation und Nachvollziehbarkeit des Wertschöpfungsprozesses von Lieferanten bis zu Kunden, ermögliche eine Prozessüberwachung und erfülle die Anforderungen zur eindeutigen Identifizierung und Rückverfolgbarkeit von Produkten durch Typen-, Chargen- oder Seriennummern. Diese würden benötigt, um die Anforderungen zu Korrekturmaßnahmen, Produktrückrufen sowie Information von Verbrauchern und Behörden im Falle von festgestellten Produktgefahren erfüllen zu können.

„Ein Traceability-System sollte jedoch nicht nur zur Erfüllung von Dokumentations- und Nachweispflichten eingeführt werden“, so Eisele weiter. Denn über die Produktsicherheit hinaus könne durch eine richtige Gestaltung auch eine Verbesserung der Qualität durch Prozessabsicherung, eine Kosteneinsparung durch Effizienzverbesserung von Prozessen sowie eine Verbesserung der Lieferzeiten und Lieferfähigkeit erreicht werden. Was hierzu bei der praktischen Umsetzung in Unternehmen beachtet werden sollte, hat das ifaa in einem Faktenblatt zusammengefasst.

Unternehmensstrategie: Nachhaltigkeit rückt ins Zentrum

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Unternehmensstrategie: Nachhaltigkeit rückt ins Zentrum

Beim Thema Nachhaltigkeitsmanagement in deutschen Unternehmen geht es zunehmend nicht mehr um das „Ob“, sondern um das „Wie“: Trotz multipler Krisen ist das Thema für mehr als drei Viertel wichtiger oder viel wichtiger geworden, und für mehr als die Hälfte ist es bereits zentraler Teil der Unternehmensstrategie. Das zeigt der Sustainability Transformation Monitor 2024. An der Befragung haben sich Nachhaltigkeitsverantwortliche aus 362 Unternehmen beteiligt, davon gut 270 aus Unternehmen der Realwirtschaft und mehr als 90 aus Unternehmen der Finanzwirtschaft.

Dem Sustainability Transformation Monitor zufolge sieht sich allerdings nur etwas mehr als ein Drittel der Unternehmen der Aufgabe gewachsen, den regulatorischen Anforderungen zur Nachhaltigkeit nachzukommen, die der Gesetzgeber ab diesem Jahr sukzessive 15.000 Unternehmen auferlegt. Die Einschätzung hängt stark davon ab, ob Unternehmen in der Vergangenheit bereits über Nachhaltigkeit berichtet haben und wann sie von der Berichterstattungspflicht zur Nachhaltigkeit (CSRD) betroffen sind. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen erkennt jedoch in der erweiterten Berichterstattung einen Mehrwert für die Weiterentwicklung der eigenen Organisation sowie eine größere Transparenz für Stakeholder.

Zukünftige Beschäftigte werden in der Realwirtschaft übrigens von gut der Hälfte der Befragten „eher als Treiber“ wahrgenommen, 16 Prozent empfinden sie sogar als starken Treiber. „Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels und der gestiegenen Ansprüche von potenziellen Mitarbeitenden an die Nachhaltigkeit ihrer Arbeitgeber können es sich Unternehmen oft nicht leisten, das Thema zu ignorieren“, so das Studienteam. Der Wettbewerb um die besten jungen Köpfe sei ein stärkerer direkter Treiber der Nachhaltigkeit in den Unternehmen als Klimaaktivismus auf der Straße – dieser wird nur von fünf Prozent als starker Treiber wahrgenommen. Eine weitere Rolle spielen neben der Politik der Klimawandel (83 Prozent) und die gestiegenen Energiepreise (60 Prozent).

Weiterer Aspekt für die Unternehmensstrategie: Die Relevanz von Nachhaltigkeit in Finanzierungsgesprächen schätzen Real- und Finanzwirtschaft unterschiedlich ein. Die befragten Banken nehmen das Thema bereits überwiegend als wichtig oder sehr wichtig wahr (78 Prozent), die breite Masse der Realwirtschaft misst dem Thema hingegen noch keine so hohe Bedeutung bei (40 Prozent). Beide Welten sind sich jedoch einig, dass Nachhaltigkeit in der Finanzierung zukünftig weiter an Relevanz gewinnen wird, neben klassischen Kriterien wie Preis und Kreditwürdigkeit.

Julia C. Arlinghaus

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Julia C. Arlinghaus: WiIng im Wissenschaftsrat

Der Bundespräsident hat Julia C. Arlinghaus für eine erneute dreijährige Amtszeit in den Wissenschaftsrat berufen. Die promovierte Wirtschaftsingenieurin ist Professorin für Produktionssysteme und -automatisierung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg. Der Fokus ihrer Forschungsarbeit liegt darauf, digitale Produktionssysteme zu gestalten und zu managen sowie Fabrikautomatisierungssysteme und digitale Transformationsprozesse für die Industrie zu planen. Sie gehört dem Wissenschaftsrat seit 2021 an. Bei dessen Wintersitzung Ende Januar in Berlin wurde Julia C. Arlinghaus zudem zur neuen Vorsitzenden der Wissenschaftlichen Kommission gewählt.

Der Wissenschaftsrat – hier das aktuelle Arbeitsprogramm für die erste Jahreshälfte 2024 – wurde 1957 gegründet und ist das älteste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Europa. Er berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in allen Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Wissenschaft, der Forschung und des Hochschulbereichs. Die vom Bundespräsidenten berufenen Mitglieder werden für die Dauer ihrer Amtszeit in der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats tätig. Die Wissenschaftliche Kommission hat 32 Mitglieder. Davon kommen 24 aus Wissenschaft und Forschung, die übrigen acht sind Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die gemeinsam von der Bundesregierung und den Landesregierungen vorgeschlagen werden.

Kennzeichnend für den Wissenschaftsrat ist seine sektorenübergreifende Betrachtungsweise, die das gesamte deutsche Wissenschaftssystem mit seinen wesentlichen Strukturmerkmalen in den Blick nimmt – seien es staatlich wie privat finanzierte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, universitätsmedizinische Einrichtungen, Forschung durch die Industrie, Forschungsverbünde oder aber ganze Landeshochschulsysteme. Zu seinen Aufgaben gehören evaluative Verfahren, etwa im Rahmen der Exzellenzstrategie, bei der Beurteilung von großen Forschungsinfrastrukturen, der Akkreditierung von privaten Hochschulen, der Begutachtung von Forschungsbauten, im Rahmen von länderbezogenen Strukturbegutachtungen von Hochschulsystemen oder bei der Bewertung einzelner Forschungseinrichtungen und universitätsmedizinischer Einrichtungen. Der Wissenschaftsrat unterstützt Bund und Länder in einigen Fällen auch bei forschungs- und wissenschaftspolitischen Entscheidungsprozessen, indem er die Vorbereitung oder Durchführung bestimmter Programme übernimmt.

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Der Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure positioniert sich

Der Vorstand des VWI (Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V.) blickt mit großem Respekt auf die Demonstrationen der letzten Tage und schließt sich den dort zum Ausdruck gebrachten Befürchtungen an.

In der deutschen Wirtschaft gibt es viele Beispiele, in denen verschieden zusammengesetzte Teams sehr gut funktionieren.

Als Wirtschaftsingenieure sind wir oft Teil solcher Teams.

Dabei sind Merkmale wie Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Religion, private Liebesbeziehungen oder Vermögen nachrangig, es kommt allein auf die fachliche Kompetenz und das eingebrachte Engagement sowie die Fähigkeit zur Zusammenarbeit an.

Deshalb fragt sich der VWI, warum zunehmend solche Merkmale für die Beurteilung von Menschen genutzt werden. Zu beurteilen sind stattdessen deren Taten.

Gerade in den Tätigkeitsbereichen von Wirtschaftsingenieuren zeigt sich beispielhaft die Komplexität der Probleme, die wir als Gesellschaft heute lösen müssen. Die Konzentration auf das Thema Migration hilft dort nicht weiter.

Gleichzeitig sehen wir in unserem Land an vielen Stellen, dass zunehmend qualifizierte Menschen fehlen, um die vielen anstehenden Aufgaben zu bearbeiten.

Aus diesen Gründen verstehen wir nicht, wie eine Idee entstehen kann, Menschen verschiedener Herkunft ohne Anlass aus Deutschland zu entfernen.

Abgesehen von dem Signal, das mit solch einer Idee an viele Menschen gesendet wird und das das gutnachbarschaftliche Zusammenleben erheblich verschlechtern könnte: Der Schaden, der daraus für unsere Volkswirtschaft entstehen würde, wäre immens, und unsere Innovationsfähigkeit wäre massiv eingeschränkt.

Allein die Diskussion darüber verunsichert betroffene Menschen unter uns, so dass manche bereits in Betracht ziehen, Deutschland zu verlassen.

Deshalb möchte der VWI sich hier ganz klar positionieren: Bitte geht nicht!

Wir brauchen Menschen, die etwas können und dies einbringen oder etwas lernen wollen.

Dieses Thema und die Absicht, bürgerliche Freiheiten und Menschenrechte auf parlamentarischem Weg einzuschränken, um die eigenen Pläne möglichst einfach durchsetzen zu können, betrifft uns alle und erfordert deshalb auch von jedem einzelnen Menschen die Entscheidung, ob er dieses Risiko eingehen möchte.

Aus diesem Grund: Nehmen Sie Ihre demokratischen Rechte wahr. Sagen Sie Ihre Meinung. Respektieren Sie die Meinung anderer. Unterstützen Sie andere entsprechend Ihrer Möglichkeiten. Sehen Sie bei Gewalt nicht weg.