MES IPH Hannover

Quelle: IPH/Niklas Viola

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MES: Produktion steuern und überwachen

Welcher Auftrag wird wann an welcher Maschine und von welchem Mitarbeiter bearbeitet? Wie lange dauern die einzelnen Arbeitsschritte? Ist die Produktqualität zufriedenstellend? Überwachen und planen lässt sich all das mit einem Manufacturing Execution System, kurz MES oder auch Produktionsleitsystem genannt. Mit einem solchen System können Unternehmen ihre Effizienz und Produktivität erheblich steigern. Sie können ihre Maschinen besser auslasten, ihr Personal optimal einsetzen und dadurch mehr Aufträge erledigen. Zudem können sie die Produktionszeit und Produktqualität überwachen und schneller einschreiten, wenn beispielsweise an einer bestimmten Maschine immer wieder Produktionsfehler entstehen.

Die Einführung einer solchen Software ist allerdings zeitaufwändig und teuer. Denn damit Unternehmen überhaupt davon profitieren können, müssen sie zunächst ihre Maschinen mit Sensoren zur Datenerfassung ausstatten. Sie müssen ein MES auswählen, dass sich an die bestehenden IT-Systeme anbinden lässt. Und sie müssen ihre Beschäftigten im Umgang mit der Software schulen. Vor diesen Anforderungen schrecken viele Unternehmen zurück. Andere unterschätzen den Aufwand oder investieren in die Software, ohne die Voraussetzungen zu erfüllen – und schöpfen das Potenzial nicht aus.

Das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH will Mittelständlern den Weg zu einem MES ebnen. Die Wissenschaftler entwickeln zurzeit im Zuge des Forschungsprojekts „MES-Ready“ einen Readiness-Check, mit dem Unternehmen testen können, ob sie schon bereit für ein solches System sind oder ob sie noch weitere Vorbereitungen treffen müssen. Ziel des geplanten Softwaredemonstrators ist es, kleine und mittlere Unternehmen optimal auf die MES-Einführung vorzubereiten und sie vor Fehlinvestitionen zu schützen.

Für das Forschungsprojekt suchen die Wissenschaftler derzeit noch Partner aus der Praxis – insbesondere kleine und mittlere produzierende Unternehmen, die ein MES einführen möchten und den Softwaredemonstrator am Ende des Projekts kostenfrei testen wollen. Auch Unternehmen, die die MES-Einführung bereits hinter sich haben, sowie Anbieter von MES-Software können sich am Forschungsprojekt beteiligen. Wirtschaftsingenieurin Antonia Namneck leitet das IPH-Projekt und steht als Ansprechpartnerin interessierten Unternehmen zur Verfügung.

Corona: Überbrückungshilfe für Studierende

Quelle: BMBF

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Corona: Überbrückungshilfe für Studierende

Das Bundesbildungsministerium (BMBF) hat die Überbrückungshilfe für Studierende verlängert, die sich wegen der Corona-Pandemie in einer Notlage befinden. Studierende an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland, die zum Zeitpunkt der Antragstellung in Deutschland wohnen und nicht beurlaubt sind, können die Überbrückungshilfe in Form eines Zuschusses beim dem jeweils regional zuständigen Studierenden- beziehungsweise Studentenwerk beantragen. Der Zuschuss wird monatlich zugesagt bis zu einer Höhe von 500 Euro. Damit soll Studierenden geholfen werden, deren Erwerbsmöglichkeiten oder Unterstützung durch die Eltern wegen der beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie vorübergehend wegfallen. Zuständig für die Antragsbearbeitung sind die 57 regionalen Studierenden- und Studentenwerke, die Anträge können jedoch ausschließlich online über eine bundesweit einheitliche IT-Plattform gestellt werden.

Weitere wesentliche Säule der Überbrückungshilfe ist der Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dabei handelt es sich um ein bewährtes Programm, das seit 2006 unter gewissen Voraussetzungen Studierenden aller staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland im Alter von 18 bis 44 Jahren die Möglichkeit bietet, monatlich bis zu 650 Euro aufzunehmen. Der Berechtigtenkreis dieses klassischen KfW-Studienkredits wurde wegen der Corona-Pandemie bis zum 31.März 2021 befristet erweitert: Auch ausländische Studierende – aus Drittstaaten und EU-Bürger, die sich erst kurz in Deutschland aufhalten –können ihn in Anspruch nehmen. Außerdem wurde das Darlehen für alle Darlehensnehmer bis zum Jahresende 2021 zinslos gestellt; die Kosten übernimmt das BMBF.

Das BMBF weist darauf hin, dass das BAföG das wichtigste Instrument zur Studienfinanzierung bleibt. Das Ministerium habe in dieser Legislaturperiode und in der Pandemie viele Verbesserungen und Erleichterungen vorgenommen, so dass Studierende im Schnitt höhere Förderung erhalten. Studierende sollten daher zunächst mögliche BAföG-Ansprüche prüfen und gegebenenfalls einen Antrag auf BAföG stellen, bevor sie auf die Überbrückungshilfen oder den KfW-Studienkredit zurückgreifen.

Quelle: VWI

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Fachsymposium: Soziale Innovationen diskutiert

Als Online-Veranstaltung mit mehr als 150 Teilnehmenden aus dem gesamten deutschsprachigen Raum hat in Magdeburg das 2. Fachsymposium „Soziale Innovationen“ stattgefunden. Der Fokus der diesjährigen Veranstaltung lag auf den Schwerpunkten Energie, Mobilität und Klima. Prof. Dr. Jens Strackeljan, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, wies zum Auftakt auf den engen Zusammenhang zwischen den technischen und ingenieurwissenschaftlichen Entwicklungen und den aktuellen sozialen Entwicklungen hin. Hier stelle der Studiengang des Wirtschaftsingenieurwesens einen interdisziplinären Ansatz dar, der diesen Spagat zu überbrücken vermöge.

Soziale Innovationen: Gewinn statt Bedrohung oder Belastung

In einem der anschließenden Impulsvorträge machte Prof. Dr. Jürgen Howaldt von der TU Dortmund deutlich, wie wichtig die Akzeptanz von Sozialen Innovationen in der Gesellschaft ist. Soziale Innovationen stellen aus seiner Sicht keine Bedrohung, keine zusätzliche Arbeit oder keine additive Belastung dar, sondern einen Gewinn. In diesem Zusammenhang wies Howaldt auf eine Übersicht über den aktuellen Stand der Entwicklungen im Bereich der Sozialen Innovationen hin, die der „Atlas der Sozialen Innovationen“ gibt. Reflexivo-Geschäftsführer Ralph Weiß betonte, dass gezielte Veränderungen in der Gesellschaft nur durch bewusste Wahrnehmung und Miterleben möglich sind. Denn Innovationen könnten die Gesellschaft prägen, aber auch deren Charakter verändern.

Als konkretes Beispiel für Soziale Innovationen beleuchtete Dr. Mateusz Wielopolski die Möglichkeiten der Circular Economy. Er hob hervor, wie wichtig es ist, die zur Verfügung stehenden Ressourcen in den Kreislauf zurückzuführen und wiederzuverwenden. Neben kleinen Unternehmen stellen auch globale Player wie Ikea, Lego, Unilever oder Nike die Nachhaltigkeit in ihren Unternehmensfokus und führen damit soziale Veränderungen in der Gesellschaft herbei. Allerdings könne der erforderliche Transformationsprozess bei Großunternehmen nicht in allen Bereichen so schnell erfolgen wie bei einem Start-up.

„Soziale Innovationen benötigen eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge“

Nach den Vorträgen am Vormittag und drei parallelen Sessions am Nachmittag fasste Prof. Dr. Hartmut Zadek die Ergebnisse des Fachsymposiums wie folgt zusammen: „Soziale Innovationen sind nicht nur Aufgaben von Non-Profit-Organisationen. Zunehmend sind Politik, Kommunen und Unternehmen gefordert, aktiv zu werden. Unternehmen können durch die Förderung sozialer Innovationen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit in allen drei Dimensionen Soziale Verantwortung, Ökologie und Ökonomie erzielen und so auch den gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung tragen – also klar eine Chance auch zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.“

Diese Sichtweise bestätigte VWI-Präsidentin Frauke Weichhardt: „Soziale Innovationen benötigen eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge. Nicht nur auf die technische Entwicklung, sondern auch auf die Auswirkung, die diese Entwicklungen auf die Gesellschaft haben können. Umso wichtiger ist es, dass die Entwicklungen nicht nur auf dem Markt bestehen, sondern dass sie auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten.“ Vor diesem Hintergrund betonte Frauke Weichhardt die Interdisziplinarität des Wirtschaftsingenieurwesens. Das Studium umfasse neben all der Methodik und technischen Entwicklung der Ingenieurwissenschaften auch wirtschaftliche Themen und in zunehmendem Maße außerdem soziale Aspekte.

Nächstes Fachsymposium in zwei Jahren geplant

Das 2. Fachsymposium „Soziale Innovationen“ fand unter der fachlichen und konzeptionellen Leitung von Prof. Hartmut Zadek, Leiter des Lehrstuhls für Logistik an der Otto-von-Guericke Universität, statt und wurde von der Zadek Management und Strategy GmbH Magdeburg durchgeführt. Kooperationspartner waren der VWI sowie das Kompetenzzentrum für Soziale Innovationen in Halle, unterstützt wurde das Fachsymposium durch die Otto-von-Guericke Universität. In zwei Jahren soll gemeinsam mit dem VWI das Thema Soziale Innovationen erneut in einem Fachsymposium aufgegriffen werde, das dann hoffentlich als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden kann.

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Agile Organisation: Tipps für KMU

Unter welchen Voraussetzungen sind agile Organisationsformen sinnvoll, welche Abteilungen eignen sich dafür am besten, wie wird die Umstellung zum Erfolg? Diesen Fragen sind jetzt Forschende des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in einer Studie nachgegangen. Die Studie „Agile Organisation: Die beste Organisationsform? Orientierung und Handlungsempfehlungen für den industriellen Mittelstand“ steht nach einer Registrierung kostenlos zum Download zur Verfügung.

Grundsätzlich hat der Studie zufolge eine agile Organisationsform klare Vorteile gegenüber hierarchischen Strukturen: Entscheidungen werden schneller getroffen, die Anpassung an veränderte Kundenstrukturen und -bedürfnisse gelingt schneller, die Innovationskraft ist größer, neue Produkte kommen schneller auf den Markt, die Mitarbeiter sind zufriedener. Unternehmen sollten ihre Entscheidung für oder gegen die agile Organisation jedoch von der Wettbewerbssituation am Markt und den Zielvorgaben abhängig machen. Überall, wo es auf möglichst effiziente und stabile Prozesse ankommt, bietet sich die hierarchische Organisation an: im Einkauf, in der Buchhaltung oder in der Produktion. Wo allerdings Kreativität und neue Ideen gefragt sind, ist die agile Organisation vorteilhaft: in der Forschung und Entwicklung zum Beispiel oder im Marketing. Auch wenn ein Unternehmen stark von sich wandelnden Geschäftsmodellen betroffen ist, bietet sich laut Studie die agile Organisation an. Das treffe beispielsweise auf die Automobilindustrie zu, die es immer schwerer haben werde, Autos mit Verbrennungsmotor zu verkaufen.

Aber wie stellt man um auf agile Organisation? Den Forschenden zufolge kommt es auf die innere Einstellung an, das Mindset. Denn für Führungskräfte bedeutet die Umstellung, dass sie ihre Entscheidungsbefugnisse teilweise verlieren, und für Mitarbeiter, dass sie selbst mehr Verantwortung tragen als bisher. Die Unternehmensführung sei daher gut beraten, die Beschäftigten von Beginn an einzubinden, sie frei diskutieren und mitbestimmen zu lassen. Und natürlich müsse klar kommuniziert werden, welche Ziele mit der Umstellung verfolgt werden.

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Sonderband: Eine Analyse der „Zukunft der Arbeit“

122 Fachartikel von 181 Autoren aus den verschiedensten Disziplinen – das bietet der Sonderband „Zukunft der Arbeit“, der jetzt im Projekt deepR am Lehrstuhl für Sozial- und Organisationspsychologie der Berliner Humboldt-Universität erschienen ist. Es geht darin um die Frage, wie sich die Arbeitswelt zukünftig entwickeln wird beziehungsweise könnte, aus unterschiedlichen Perspektiven und mit diversen Akzenten. „Die Zukunft der Arbeit ist nicht fern. Wir stecken schon mittendrin. Und wir müssen jetzt damit beginnen, diese Zukunft zu gestalten“, schreiben die Herausgeber Jens Nachtwei und Antonia Sureth in ihrem Vorwort.

Die Fachbeiträge der Autoren aus Wirtschaft, Politik, Stiftungen, Verbänden und Hochschulen sind in insgesamt sechs Kapitel gegliedert: Arbeitswelten & Alternativen, Bildung & Personalentwicklung, Organisation & Kollaboration, Führung & Verantwortung, KI & Automation sowie Fallbeispiele & Befunde. In den Beiträgen werden beispielsweise neue Arbeitswelten entworfen, Arbeit als Konzept hinterfragt sowie gesellschaftliche und ökonomische Alternativen diskutiert. Andere Texte kreisen um Bildungsfragen – sowohl in der Gesellschaft als auch in Organisationen. Wieder andere beleuchten das Innenleben moderner Organisationen und erörtern Fragen rund um die Themen Veränderungsmanagement, Kollaboration, Führung und Verantwortung. Für weitere Texte haben die Autoren die Technologie-Brille aufgesetzt und sich mit Künstlicher Intelligenz und Automation befasst. Und die abschließenden Fachbeiträge sind konkreten Fallbeispielen aus Praxis oder Forschung gewidmet.

Der rund 500 Seiten starke Sonderband steht unter www.sonderbandzukunftderarbeit.de kostenlos auf der Wissenschaftsplattform Researchgate zur Verfügung. Damit soll dem Thema „Zukunft der Arbeit“ eine interdisziplinäre Plattform geboten werden, die Anknüpfungspunkte in allen Bereichen ermöglicht und eine lebendige Diskussion entfacht. Alle Beiträge sind auf vier Seiten limitiert und sollen einen schnellen und zugleich hochwertigen Überblick für deutschsprachige Leser bieten – anwendungsorientiert, praxisnah und fundiert für Arbeitnehmer, Studierende, Personalmanager, Führungskräfte, Lehrende, Forscher und Politiker. Für 2021 ist ein weiterer Band mit Experteninterviews zum Thema geplant, der die Ideen des ersten aufgreift, vertieft und diskutiert.

 

Blockchain auf Wachstumskurs

Quelle: Pixabay

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Blockchain: PwC sieht Technologie auf Wachstumskurs

2021 soll die Blockchain-Technologie rund 66 Milliarden US-Dollar zum globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen, 2030 sollen es dann mehr als 1,7 Billionen US-Dollar sein – zumindest erwartet PwC diesen Wachstumskurs. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geht in ihrer Studie „Time for Trust“ davon aus, dass die Technologie bis 2030 in 10 bis 15 Prozent der globalen Infrastrukturen implementiert sein wird.

Der VWI hat in seinem aktuellen Fokusthema die Start-up-Landschaft im Bereich Blockchain analysiert. Und auch der PwC-Report zeigt, dass die Einsatzmöglichkeiten vielfältig sind: Mithilfe einer Blockchain lassen sich Dokumente zertifizieren, Daten verschlüsseln, digitale Assets generieren sowie Transaktionen fälschungssicher und in Echtzeit weltweit ohne Intermediäre abwickeln. Das Potenzial lässt sich laut PwC jedoch nicht ausschöpfen, wenn ein Unternehmen die Technologie nur für den internen Gebrauch aufbaut. Denn der größte Vorteil einer Blockchain sei, dass sie das Vertrauen zwischen Unternehmen fördere und einen gleichberechtigten Austausch ermögliche, der Zwischenhändler ausschließe.

Das größte Potenzial für den Wachstumskurs von Blockchain-Anwendungen sehen die Befragten in der eindeutigen Herkunftsbestimmung von Produkten, Rohstoffen oder Medikamenten. Diese Anwendung dürfte bis 2030 mit rund 962 Milliarden US-Dollar den Löwenanteil zum globalen BIP beisteuern. Durch den Herkunftsnachweis steigt die Transparenz von Lieferketten, während Betrug oder Fälschungen verhindert werden können.

Blockchain-Lösungen für den Zahlungsverkehr und die Finanzinstrumente werden der PwC-Prognose zufolge mit 433 Milliarden US-Dollar ebenfalls wesentlich zum erwarteten BIP-Anstieg beitragen. Denn weltweit erforschen Notenbanken, wie sich nationale Infrastrukturen im Zahlungsverkehr durch digitales Zentralbankgeld verbessern lassen. Banken testen Stable Coins für kostengünstige grenzüberschreitende Zahlungstransfers in Echtzeit. Und viele bisher zurückhaltende Marktteilnehmer erkennen die Optionen, die sich in diesem Feld ergeben. Aus Sicht von PwC übernimmt Deutschland dabei in Europa gerade eine Vorreiterrolle.

Quelle: Pixabay

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VWI-Verbandskreditkarte: Bald mit Transaktionscode

2018 wurde in Deutschland die neue Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 in nationales Recht umgesetzt. Im Rahmen dieser Regelung gilt seit dem 14. September 2019 die Verpflichtung der sogenannten starken Kundenauthentifizierung: Online- und Kartenzahlungen müssen seitdem grundsätzlich durch zwei unabhängige Merkmale aus den Kategorien Wissen, Besitz und Inhärenz bestätigt werden, also beispielsweise durch die Eingabe der Benutzerkennung und einer TAN. Ab dem 1. Januar 2021 wird zusätzlich nach einem Transaktionscode verlangt. Darauf weist Kooperationspartner John Kames hin.

Wie Kames erläutert, wird dieser Transaktionscode vom Inhaber der Verbandskreditkarte im Online-Kundenportal bei der Advanzia Bank selbst festgelegt und ist danach immer gleich. Nach dem Einloggen in das Kundenportal muss man in der Rubrik Kreditkartenkonto den Punkt Transaktionscode auswählen. Hier muss man einen vierstelligen Transaktionscode festlegen und nochmal bestätigen. Um den Vorgang abzuschließen, schickt die Bank danach einen SMS-Code an die Handynummer mit der Bitte um Eingabe und Bestätigung. Danach ist der Transaktionscode festgelegt. Die Bank hat ein Schaubild zu diesem Thema zur Verfügung gestellt.

„Bei künftigen Online-Transaktionen wird stets nach diesem Transaktionscode zur Bestätigung gefragt“, so John Kames: „Erst nach Eingabe wird der Kauf verifiziert.“ Da diese Umsetzung gesetzlich festgeschrieben sei, führe bei Online-Käufen ab dem 1. Januar 2021 an dem Transaktionscode kein Weg vorbei.

Kostenlose Mastercard Gold für VWI-Mitglieder

Der VWI bietet seinen Mitgliedern als Verbandskreditkarte eine kostenfreie Mastercard Gold an. Möglich macht das eine Kooperation mit der Advanzia Bank. Jedes VWI-Mitglied kann für sich und den Partner zu gleichen Konditionen diese Verbandskreditkarte beantragen. Sie ermöglicht nicht nur das bargeldlose Bezahlen weltweit, sondern auch zahlreiche weitere zahlreiche Vorteile – unter anderem eine kostenlose Reiseversicherung sowie Rabatte bei Autovermietungen. Über die Details informiert der VWI im Mitgliederbereich.

Noch kein Mitglied im VWI? Das können Sie hier ändern!

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Herbst-HGV: Online statt Mannheim

Lange hat das Orga-Team der Herbst-HGV 2020 in Mannheim entgegen gefiebert und bis zuletzt gehofft, dass es nach den Monaten der Pandemie die Möglichkeit zu einem persönlichen Treffen geben wird. Wegen der aktuellen Situation musste die Veranstaltung letztlich doch online durchgeführt werden – trotzdem wurde es ein gelungenes Event mit vielen spannenden Themen sowie Gelegenheit zum Netzwerken und persönlichen Austausch.

Die Online-HGV brachte eine Premiere: die erste digitale Wahl der neuen Studentischen Vorstandsmitglieder im VWI-Vorstand ab 2021. Als SV gewählt wurden Joshua Niebecker (Rostock) und Silvia Kaminski (Bayreuth), assoziierte SV wurden Michelle Uth (Berlin) und Kim Welles (Pforzheim, zuständig für Finanzen). Außerdem bestimmte die HGV die Ausrichter kommender Events: Den Zuschlag für „Science meets Economy“ erhielt Darmstadt, für die Herbst-HGV Deggendorf.

Darüber hinaus bestimmten Arbeitsgruppen im Open-Space-Format das Programm. Unter anderem ging es darum, ein Partnerprogramm für Hochschulgruppen anzustoßen. Ziele sind ein intensiverer Austausch und bessere überregionale Netzwerke, beides mit geringen Eintrittsbarrieren für die Hochschulgruppen und die Teilnehmenden. Außerdem wurde das Thema Wissensmanagement vertieft und eine Ideensammlung für neue Online-Events begonnen. Ein geselliges Abendprogramm gab es übrigens ebenfalls, dazu gehörten ein Pubquiz am Donnerstag und virtuelle Escape Rooms am Freitag. Zudem gab es eine Online-Messe – eine Plattform, auf der sich die HGV-Teilnehmenden je nach persönlichem Interesse in Online-Räumen bei Referenten zu verschiedenen Themen informieren konnten.

Kooperationspartner des Events, die mit Workshops und Vorträgen zum Programm beitrugen, waren ABB, Amazon Operations, Huawei und Assekuranzmakler proWI.

Kooperationspartner:

 

Stuttgart

Quelle: VWI

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Stuttgart: Hochschulgruppe an der HDM gegründet

Mit acht Teilnehmenden hat vor wenigen Tagen die Gründungsversammlung der VWI-Hochschulgruppe HDM Stuttgart stattgefunden. Im Rahmen der Versammlung an der Hochschule der Medien wurden Formalia wie die Satzung verabschiedet, Vorstände gewählt und das Semesterprogramm besprochen. Vereinsvorstand ist Nina Koch, ihre Stellvertreterin Madeline Helmreich. Weiter gewählt wurden Michelle Becher (Finanzen), Johannes Merschroth (IT) und Laura Wilkerling (Sponsorenverwaltung).

Ziel der neu gegründeten HG ist es, Studierenden die Möglichkeit zu geben, ein Netzwerk aufzubauen und Erfahrungen zu sammeln, die über das Studium hinausgehen. In diesem Semester soll der Fokus auf der aktiven Vernetzung online liegen. Neben der Teilnahme an der ersten HGV sollen außerdem interne Mitglieder- und Spaßveranstaltungen organisiert werden. Die Zeit während der Corona-Pandemie wird zunächst genutzt, um Exkursionen und Events für die Mitglieder zu planen und um Strategien zur Gewinnung neuer Mitglieder zu entwickeln.

Der Studiengang des Wirtschaftsingenieurwesens an der HDM Stuttgart grenzt sich von anderen Hochschulen ab, da dort die Wirtschaftsingenieure der Medienbranche ausgebildet werden. „Mit den vier Schwerpunkten: Technik, Informatik, Design und Wirtschaft steht bei uns Individualität im Vordergrund“, so die neu gegründete HG. Alle Infos dazu gibt es auf der Homepage der HDM.

Die Hochschulgruppen des VWI sind über ganz Deutschland verteilt. Interessenten treffen dort auf motivierte und engagierte studentische VWI-Mitglieder, die oft auch sehr aktive Alumni-Gruppen pflegen.

Quelle: Pixabay

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Wohnungsmarkt: Mehr Probleme für Studierende

Die Corona-Pandemie belastet Studierende finanziell gleich doppelt: Sie führt zu erneut steigenden Mieten bei oftmals verschlechterter Einkommenssituation. Das zeigt der MLP-Studentenwohnreport 2020, den der Finanzdienstleister in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) jetzt vorgelegt hat. Demnach sind die um Qualitäten und Lagen bereinigten durchschnittlichen Mieten im vergangenen Jahr an 29 der 30 untersuchten Hochschulstandorte gestiegen. Dabei hat die Corona-Pandemie einen überraschenden Effekt auf den Wohnungsmarkt gehabt: Trotz des Lockdowns und eines fast komplett online abgehaltenen Sommersemesters ist insbesondere im zweiten Quartal 2020 die Miete für die sogenannte studentische Musterwohnung in fast allen untersuchten Städten gestiegen; im Extremfall München hat sie um 24 Euro zugelegt.

Hintergrund sind – ebenfalls coronainduziert – auch neue Interessenten, die in dieses eher günstige Mietsegment hineingehen und dort vermehrt mit Studierenden konkurrieren. Dass viele Studierende wegen Corona auch noch ihre Nebenjobs verloren haben, macht die Lage ist für sie umso schwieriger. Laut Studien war von einem solchen Jobverlust mehr als ein Drittel der Studierenden in Zeiten des Lockdowns betroffen. Ohne Nebentätigkeit geht es aber oft nicht, denn der BAföG-Wohnzuschlag reicht an fast keinem der analysierten Standorte für die Miete einer studentischen Musterwohnung. Besser wird die Perspektive am Wohnungsmarkt nach dem Übertritt ins Berufsleben: Dann weisen Akademiker bereits in jüngeren Jahren eine sehr hohe Wohnzufriedenheit auf.

Der teuerste Standort für Studierende bleibt dem MLP-Studentenwohnreport 2020 zufolge München. Dort kostet die studentische Musterwohnung nun 724 Euro, darauf folgen Stuttgart (562 Euro), Freiburg (550 Euro), Frankfurt und Heidelberg (jeweils 508 Euro). Besonders günstig sind hingegen Magdeburg und Leipzig mit 245 beziehungsweise 275 Euro. Für die studentische Musterwohnung wurden bei einer ’normalen‘ Ausstattungsqualität unter anderem eine Wohnfläche von 30 Quadratmetern und eine Lage in direkter Umgebung zur nächstgelegenen Hochschule angenommen. Neben den reinen Mietkosten wurden auch Wohnnebenkosten in Höhe von 20 Prozent berücksichtigt, sodass die ausgewiesenen Mieten als Warmmieten zu verstehen sind.