EU-Scores

Quelle: EU-Scores

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Der weltweite Stromverbrauch liegt zurzeit bei rund 21.000 Terawattstunden pro Jahr – und wird sich aufgrund der wachsenden Bevölkerung und zunehmender Wirtschaftsleistung bis 2050 wahrscheinlich verdoppeln. Eine effiziente und effektive Nutzung von Offshore-Energie soll bei der Energiewende in Europa und dem Erreichen der Klimaneutralität bis 2050 eine Schlüsselrolle spielen. Das Meeresenergieprojekt European Scalable Offshore Renewable Energy Sources (EU-Scores) soll Wegbereiter für hybride Offshore-Parks in ganz Europa sein und das enorme Offshore-Potenzial von Wind-, Wellen- und Solarsystemen im Großformat erschließen.

Zu den ersten Projekten, welche die Projektpartner gemeinsam realisieren, gehört eine Offshore-Photovoltaikanlage mit drei Megawatt Leistung von Oceans of Energy, die vor der Küste Belgiens mit einem bodenverankerten Windpark kombiniert wird, sowie ein 1,2-Megawatt-Wellenkraftwerk von Corpower Ocean in Verbindung mit einem schwimmenden Windpark vor der Küste Portugals. Mit den beiden Pilotprojekten will EU-Scores zeigen, welche Vorteile die Nutzung unterschiedlicher Energiequellen für eine Verstetigung der Stromerzeugung bringt. „Mit diesem hybriden Ansatz lässt sich Strom zuverlässiger, effizienter und günstiger erzeugen“, heißt es beim Dutch Marine Energy Centre (DMEC), welches das Projekt leitet. Zudem könne die erhöhte installierte Leistung pro Quadratkilometer helfen, den benötigten Meeresraum zu reduzieren, damit eine größere Fläche für Aquakultur, Fischerei, Schiffsverkehr und Umweltschutzgebiete bleibt.

Zusätzliche Vorteile ergeben sich laut DMEC durch eine gemeinsame Nutzung kritischer Energieinfrastruktur und durch fortschrittliche Betriebs- und Wartungsmethoden, die zunehmend autonom funktionieren. All dies führe zu niedrigeren Stromgestehungskosten pro Megawattstunde. „Die kombinierte Nutzung von Offshore-Gebieten ermöglicht einen günstigen Business Case mit enormem Potenzial, die Energiewende zu beschleunigen; der hybride Ansatz sorgt für eine zuverlässigere Stromerzeugung“, so das DMEC.

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