Energiekosten

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Die Energiekosten steigen – auch für Studierende. Nun sollen diese eine Energiepauschale von 200 Euro erhalten, wie die Bundesregierung bei der Vorstellung des dritten Entlastungspakets mitteilte. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßte die Einmalzahlung. „Nachdem vom einmaligen Heizkostenzuschuss nur BAföG-Empfänger/innen – und damit lediglich elf Prozent der Studierenden profitiert haben –, soll diese Pauschale nun explizit an alle Studierenden gehen. Das ist ein wichtiger Baustein; weitere müssen folgen. Denn das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht“, so DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl.

Das DSW hat auf seiner Homepage eine Übersicht über die bisher beschlossenen Entlastungen bei den Energiekosten erstellt und für jede Maßnahme aufgeschlüsselt, wie hoch der Anteil der Studierenden ist, die davon profitiert. Die Übersicht gibt es sowohl direkt auf der Website als auch als PDF. Wie die Auszahlung der 200 Euro an Studierende erfolgen soll, ist übrigens Stand heute noch unklar. Im Beschlusspapier heißt es nur: „Der Bund trägt die Kosten. Es wird mit den Ländern beraten, wie die Auszahlung schnell und unbürokratisch vor Ort erfolgen kann.“

Wie das DSW weiter erläuterte, stehen viele Studierende in diesem Wintersemester vor einer dramatischen sozialen Notlage. „Sie kommen finanziell und psychisch auf dem Zahnfleisch aus der Corona-Pandemie – und wissen angesichts explodierende Preise oftmals nicht, wie sie im Winter Strom, Gas und Lebensmittel bezahlen sollen“, so Anbuhl. Zum Sommersemester 2023 sei es wichtig, nach dem Vorbild Österreichs die BAföG-Sätze der Inflation anzupassen und anzuheben sowie einen jährlichen Inflationsausgleich im BAföG zu verankern. Zudem müssten die Länder jetzt das Programm des Bundes flankieren. Nötig seien finanzielle Hilfen für die Studierendenwerke, um einen Anstieg der der Mieten in den Studierendenwohnheimen und der Essenspreise in den Mensen und Cafeterien zu begrenzen.

Als „Tropfen auf dem glühend heißen Stein“ bezeichnete der freie zusammenschluss von student*innenschaften e.V. (fzs) die Einmalzahlung von 200 Euro für Studierende. Das sei ein netter Versuch, Studierende abzuspeisen, werde jedoch der erschreckenden Realität nicht gerecht. Mit 30 Prozent in Armut lebenden Studierenden, stetiger Inflation und ins absurde steigenden Mieten spitze sich die aktuell ohnehin schon prekäre Lage dramatisch zu. Und es dürfe einfach nicht sein, dass Studierende ihr Studium abbrechen müssen, weil das Geld nicht reicht. Daher sei es notwendig, die vor der Krise schon geringen BAföG-Sätze drastisch zu erhöhen und den Gefördertenkreis massiv zu erweitern.

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