Ukraine

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Hohe Energiepreise sind die größte Sorge deutscher Firmen mit Blick auf den Krieg in der Ukraine: 62 Prozent aller vom IW Köln für das IW-Zukunftspanel befragten Firmen und sogar 71 Prozent der Industrieunternehmen sehen hohe Energiepreise aufgrund des Ukraine-Kriegs als eher große oder sehr große Belastung für ihr Geschäft (Bardt, Hubertus / Grömling, Michael / Schmitz, Edgar, 2022, Russlands Krieg in der Ukraine belastet deutsche Unternehmen, IW-Kurzbericht, Nr. 19, Köln). Auf Platz zwei des Sorgen-Rankings folgen Belastungen durch ausbleibende Gaslieferungen, die für knapp ein Drittel der Firmen problematisch wären.

UkraineQuelle: IW Köln

Nahezu gleichauf liegen die Sorgen darüber, dass Lieferanten ausfallen und deshalb Produktionsprozesse ins Stocken geraten – fehlende Teile aus der Ukraine haben schon dazu geführt, dass deutsche Autobauer ihre Produktionsbänder anhalten mussten. Laut IW Köln ist die Sorge nachvollziehbar: Vor allem das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland sei besonders stark in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden. Zudem seien die Störungen der Lieferketten in den zurückliegenden beiden Jahren – aufgrund der Corona-Pandemie und der Blockade des Suezkanals – zumindest teilweise noch immer nicht überwunden.

Wenig Angst macht den befragten Firmen in Deutschland dagegen, dass ihnen durch den Krieg in der Ukraine und aufgrund der Sanktionen gegen Russland Absatzmärkte wegbrechen. Hier kommt den deutschen Unternehmen zugute, dass die direkten Ausfuhren überschaubar sind: Lediglich zwei Prozent des deutschen Außenhandelsumsatzes wurden vor Kriegsbeginn mit Russland erzielt.

 

Der VWI sammelt zurzeit Spenden für ВОСТОК-СОС (Vostok-SOS). Die Nichtregierungsorganisation unterstützt die Evakuierung von Menschen aus ukrainischen Konfliktgebieten und vermittelt Unterkünfte. Zudem sammelt und verteilt die sie humanitäre Hilfe und leistet psychologische Erste Hilfe.

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