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Das Thema Nachhaltigkeit wird in der Bevölkerung immer präsenter – sowohl mit Blick auf die individuelle Gesundheit, was unter anderem die Coronapandemie beschleunigt hat, als auch mit Blick auf Klimaveränderungen, wozu Wetterextreme wie heiße Sommer oder die jüngsten Starkregenkatastrophen beigetragen haben. Eine neue Studie des IFH Köln beschäftigt sich mit „Nachhaltigkeit in der amazonisierten Welt“. Denn in der Handelsbranche wird unternehmensseitig vor allem von Start-ups auf diese Entwicklungen reagiert, die von Beginn an ihr Geschäftsmodell an nachhaltigen Kriterien ausrichten. Doch was bedeutet das insgesamt für den Handel? Wo stehen Konsumenten heute, was sind die Anforderungen, welche Best Practices bieten Orientierung und Impulse?

Die Corona-Pandemie hat den Nachholbedarf des Handels beim Thema Digitalisierung gezeigt und viele Händler dazu bewogen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Der Studie zufolge hat das Megathema Nachhaltigkeit das Potenzial, den Handel ein weiteres Mal ordentlich auf den Kopf zu stellen – Disruption inklusive. „Ein Coronaturbo ist auch beim Thema Nachhaltigkeit zu sehen. Konsumentinnen und Konsumenten agieren vermehrt mit neuem Bewusstsein und hinterfragen zunehmend ihre Konsumentscheidungen“, heißt es beim IFH Köln. Noch seien diese Veränderungen im Konsumverhalten wenig spürbar. Aber der Handel müsse jetzt die Weichen für die Zukunft zu stellen, um nicht von der Nachhaltigkeitswelle überrollt zu werden.

Der CSR-Index des IFH Köln, für den Konsumenten Unternehmen in Bezug auf sechs CSR-Dimensionen bewertet haben, zeigt große Unterschiede innerhalb der Branche. Während das Feld bei CE/Elektro und DIY sehr dicht beieinander ist und sich offenbar kein Wettbewerber in Sachen CSR-Engagement profilieren kann, weist die Bewertung der Händler aus dem Lebensmittelbereich eine große Spannweite auf – 25 Indexpunkte trennen den Kategoriesieger vom schlechtesten Wert der Branche.

Auch im Fashionbereich liegen zwischen Top-Performer und Nachzügler 27 Punkte. Aber: Fashion & Accessoires erreichen den schlechtesten Branchenschnitt aller bewerteten Kategorien, obwohl sich in der steigenden Relevanz von Secondhand im Fashionbereich das Bedürfnis nach bewussterem Konsum von Kleidung widerspiegelt. Das IFH weist darauf hin, dass neben bewussterem Konsum die Digitalisierung den Secondhand-Booms treibt. Mithilfe verschiedener Apps und Services werde der Handel mit gebrauchter Kleidung mehr und mehr zum relevanten Umsatzfaktor – zunehmend auch in älteren Zielgruppen.

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