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“Diese Fähigkeit, zwischen den Welten zu vermitteln und beide „Sprachen“ sicher zu sprechen, ist für mich der Kern der Rolle” – Felix Lassahn, PwC (Bild: Privat)

Felix Lassahn, Manager bei PwC, berichtet als Wirtschaftsingenieur (WIng) über seine Erfahrungen:
Mir war früh klar, wie gut Wirtschaftsingenieurwesen und Beratung zusammenpassen, weil ich genau in dieser Kombination meinen Mehrwert gesehen habe. Es geht nicht nur um technisches Verständnis oder rein wirtschaftliche Bewertung, sondern um die Verbindung beider Perspektiven. In der Praxis zeigt sich oft, dass klassische Steuerberater: innen die technischen Hintergründe von Entwicklungsprojekten nicht vollständig erfassen, während Ingenieur:innen die Logik von Förderprogrammen oder steuerlichen Rahmenbedingungen nicht im Detail kennen. Als Wirtschaftsingenieur schließt man genau diese Lücke. Besonders deutlich wird das in meinem Alltag, wenn ich an einem Tag sowohl mit Entwicklungsleitern als auch mit CFOs spreche und beide Perspektiven zusammenbringe. Diese Fähigkeit, zwischen den Welten zu vermitteln und beide „Sprachen“ sicher zu sprechen, ist für mich der Kern der Rolle. Ein häufiges Vorurteil gegenüber Wirtschaftsingenieur: innen ist, dass sie vieles ein bisschen können, aber nichts wirklich richtig. Das ist nicht die Realität. Sie verfügen über ein breites Grundverständnis und bauen gleichzeitig in ausgewählten Bereichen gezielt Tiefe auf. Dieses sogenannte T-shaped Profil ist gerade in der Beratung extrem wertvoll. Es geht nicht darum, halber Ingenieur oder halber BWLer zu sein. Wir machen komplexe Inhalte verständlich und übersetzen zwischen unterschiedlichen Fachbereichen. Gerade bei Themen wie der steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklungen zeigt sich, dass diese Kombination aus Überblick und Spezialisierung ein echter Vorteil ist. Der Beratungsalltag ist dabei sehr vielseitig. Meine Arbeit besteht u. a. darin, gemeinsam mit den Mandanten herauszuarbeiten, welche Projekte als förderfähige Forschung und Entwicklung gelten. Mein technischer Hintergrund hilft mir, hinter scheinbar trivialen Projektbeschreibungen die tatsächliche Innovationsleistung zu erkennen. So konnte ich in einem Maschinenbauprojekt durch gezielte Rückfragen aufzeigen, dass statt einer Standardanpassung echte Entwicklungsarbeit vorlag. Dadurch ließ sich die technische Tiefe im Antrag überzeugend darstellen und letztlich eine Förderung ermöglichen. Gerade solche Situationen zeigen, wie entscheidend fachliche Glaubwürdigkeit ist.
Ergänzt wird mein Beratungsalltag durch Workshops mit Mandanten, in denen Prozesse aufgebaut oder optimiert werden, sowie durch interne Aufgaben wie Teamführung, Coaching und die Mitwirkung an Angeboten und Pitches.

So wie jeder Beruf, bringt auch dieser Herausforderungen mit sich.
Besonders typisch für die Rolle als Wirtschaftsingenieur: in sind Situationen, in denen mehrere Perspektiven gleichzeitig zusammenkommen. Das kann ein Gespräch sein, in dem technische, finanzielle und regulatorische Themen parallel diskutiert werden, oder die Aufgabe, komplexe technische Inhalte so aufzubereiten, dass sie in einem Antrag oder gegenüber Behörden nachvollziehbar und belastbar sind. Diese Übersetzungsleistung ist zentral und gleichzeitig einer der spannendsten Teile meiner Arbeit. Für den Einstieg ist es wichtig, sich einiger Herausforderungen bewusst zu sein. Kommunikation und Stakeholder-Management spielen eine deutlich größere Rolle, als viele anfangs erwarten. Der Aufbau eines internen Netzwerks sollte frühzeitig angegangen werden, genauso wie der offene Umgang mit Feedback. Hinzu kommt das Thema Zeitmanagement, da man oft parallel an mehreren Projekten arbeitet. Wer in diesem Umfeld erfolgreich sein möchte, sollte vor allem neugierig und lernbereit sein, gerade mit Blick auf neue regulatorische Themen. Ebenso wichtig sind Kommunikationsstärke und die Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Perspektiven zu vermitteln. Ergänzt wird das durch strukturiertes und analytisches Denken sowie ein gesunder Pragmatismus. Der Einstieg passt besonders gut zu Menschen, die Abwechslung schätzen, gerne an Schnittstellen arbeiten und Spaß daran haben, sich schnell in neue Themen einzuarbeiten. Wer außerdem gerne im Team arbeitet und den direkten Austausch mit Mandanten sucht, findet hier sehr gute Voraussetzungen. Weniger geeignet ist der Bereich dagegen für Personen, die ausschließlich tief spezialisiert und ohne Interesse an Kommunikation oder wirtschaftlichen Fragestellungen arbeiten möchten.

Im Einstieg sowie im Laufe der Karriere begleitet PwC als Arbeitgeber bei der Entwicklung

Der Einstieg in die Beratung wird durch verschiedene Maßnahmen erleichtert. Ein strukturiertes Onboarding und ein Buddy-Programm helfen dabei, sich schnell zurechtzufinden. Gleichzeitig bekommt man früh Verantwortung in Projekten, arbeitet aber eng mit erfahrenen Kolleg:innen zusammen. Interne Trainings vermitteln zusätzliches Wissen, etwa im Steuerrecht oder im Projektmanagement, was besonders für Wirtschaftsingenieur: innen ohne juristischen Hintergrund wichtig ist. Auch das Netzwerk innerhalb des Teams spielt eine große Rolle, vor allem, weil dort viele ähnliche Profile vertreten sind und man sich fachlich gut austauschen kann. Was die Entwicklungsmöglichkeiten angeht, bietet PwC einen klar strukturierten Karrierepfad mit transparenten Anforderungen. Fachlich kann man sich in Themen wie der Fördermittelberatung weiter spezialisieren oder angrenzende Bereiche erschließen, während gleichzeitig die Möglichkeit besteht, Führungsverantwortung zu übernehmen. Unterstützt wird das durch umfangreiche interne und externe Weiterbildungsangebote. Besonders positiv fällt auf, wie viel Gestaltungsfreiheit im Arbeitsalltag besteht. Eigene Themen und Ideen können aktiv eingebracht werden und sind ausdrücklich gewünscht. Zudem ist die Unternehmenskultur deutlich kollegialer und weniger hierarchisch, als man es vielleicht erwartet. Auch die Offenheit gegenüber interdisziplinären Profilen wie Wirtschaftsingenieur:innen ist bemerkenswert. Gleichzeitig entwickelt sich die Beratung zunehmend technisch weiter, etwa durch den Einsatz von KI, die dabei hilft, Prozesse effizienter zu gestalten und repetitive Aufgaben zu reduzieren.

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Bilder: PwC Deutschland

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