Autobahn-Chef Krenz

Quelle: Autobahn GmbH

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Um den Zustand des Autobahnnetzes, die Hürden für dessen Instandhaltung und Erweiterung sowie um die Chancen, welche die Digitalisierung für das bessere Management der Verkehrsflüsse bietet, drehte sich das jüngste Business Breakfast von VWI und Berlin Capital Club. Wirtschaftsingenieur Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, war Gast der einstündigen Veranstaltung am 9. November, an der die Gäste sowohl vor Ort im BCC als auch via Teams teilnehmen konnten.

Seit dem 1. Januar 2021 ist die Autobahn GmbH des Bundes bundesweit für Planung, Bau, Betrieb, Erhalt, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung der deutschen Autobahnen zuständig. Das neue Unternehmen soll das Wissen und das Können von Fachleuten aus allen 16 Ländern bündeln. „Aus 16 Behörden ein Unternehmen zu machen, ist ein Merger, der sich gewaschen hat“, so Autobahn-Chef Krenz. Die Stabilisierung der noch jungen Organisation ist daher nach innen das dominierende Thema.

Nach außen gibt es mehrere Spannungsfelder. „Die Infrastruktur ist nicht so, wie sie sein sollte“, so Krenz mit Blick auf das Autobahnnetz und speziell den Zustand vieler Brücken. „Wir werden weiter kräftig bauen müssen.“ Das ist jedoch häufig leichter gesagt, als getan, denn zwischen dem Planen und dem Bauen findet die Planfeststellung statt – ein klageanfälliger und daher kritischer Punkt, dessen lange Dauer Krenz kritisiert. „Die Abläufe sind zäh. Aber ohne Baurecht können Sie nunmal nicht bauen.“

Um dem Thema Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen und zudem die Flächen intelligent zu nutzen, wird parallel zu den Autobahnen sowohl die Schnellladeinfrastruktur ausgebaut als auch die Energieerzeugung beispielsweise mit Photovoltaik. Gleichzeitig muss das Unternehmen die zentrale Frage im Blick behalten, wie Verkehre künftig gemanagt werden sollen. Die Kapazität des Autobahnnetzes ist eine gegebene Größe, aber die Verkehrszahlen steigen und der Anteil des Schwerlastverkehrs nimmt deutlich zu. Die Autobahn GmbH setzt daher auf die neuen Möglichkeiten, welche die Digitalisierung und das autonome Fahren bringen werden – von der intelligenten Verkehrsführung bis hin zur dynamischen Temporegulierung. Autobahn-Chef Krenz: „Wir werden alles vernetzen, was auf der Autobahn fährt, um die Verkehrsflüsse zu optimieren.“

Im Juni war der frühere Volkswagen-Vorstand Jochem Heizmann auf Einladung des VWI beim Business Breakfast im Berlin Capital Club zu Gast. Thema der Veranstaltung war „Der Transformationsprozess in der Automobilindustrie“.

 

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